Das Kommando "Hier"

Nordic Fire

Eines der wichtigsten Dinge, die Ihr Vierbeiner lernen muss, ist, immer und überall sofort zu kommen, wenn er gerufen wird. Diese Lektion muss bereits im frühen Welpenalter trainiert werden, wenn sie später einen zuverlässig gehorchenden Hund haben möchten. 

Das Kommando: "Hier"
Das Pfeifsignal: Zwei mal auf der schmalen Seite der Jagdhundedressurpfeife (Doppelpfiff). 

Wie geübt wird:
Dies ist die einzige Übung, die nicht auf Dauer an der Leine trainiert werden kann. Deshalb darf ihr Husky hier nie die Möglichkeit haben, das Kommando zu "überhören". Am besten beginnt Sie mit dieser Übung in Verbindung mit dem Füttern. Während Sie sein Futter bereiten, rufen Sie den Welpen mit seinem Namen und dem Kommando "Komm /Hier". Möchte der Husky schon vorher in die Küche, sollte ihn ein anderes Familienmitglied festhalten, bis der Ruf ertönt. Ist der Welpe dann in der Küche angekommen, wird er überschwänglich begrüßt und gelobt. Erst wenn dies einige Male gut geklappt hat, verlegt man die Übung ins Freie. Üben Sie am besten im Garten, denn hier wird der Welpe nicht zu sehr abgelenkt. Geben Sie das Kommando nur dann, wenn Sie absolut sicher sind, dass der Hund kommt. Also rufen Sie ihn zum Beispiel, wenn er sowieso gerade zu Ihnen unterwegs ist. Diese Situation ergibt sich etwa, wenn er ein paar Meter entfernt dahinläuft, Sie seinen Namen rufen und sich dabei gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung entfernen. Um den Anschluss nicht zu verlieren, wird der Welpe Ihnen folgen. 

Jetzt, während er zu Ihnen unterwegs ist, nennen Sie das Kommando "Komm / Hier" . Loben bitte nicht vergessen! Rufen Sie ihn dagegen auf keinen Fall, wenn er zum Beispiel begeistert in einem Mauseloch wühlt. In solchen Situationen gehen Sie einfach zum Hund und holen ihn. 

Das Training auf Pfeifsignal:
Es erfolgt, wenn der Welpe das verbale Kommando verstanden hat. Sie sprechen also zunächst den verbalen Befehl wie oben beschrieben und pfeifen danach mit der schmalen Seite der Jagdhundedressurpfeife zweimal kurz hintereinander den so genannten "Doppelpfiff". Bald wird der Welpe auch allein auf den Pfiff reagieren. Befolgt Ihr Husky das Kommando in der Wohnung, im Garten ist es Zeit für den nächsten Schritt, das Herankommen im freien Gelände! Dies erreichen wir indem wir mit einer Schleppleine arbeite die wir zuerst in den Händen halten. Sollte der Husky das Kommando "Komm/Hier" nicht befolgen, ziehen wir ihn langsam zu uns heran, wenn er bei uns angekommen ist, loben, Leckerli geben und wieder laufen lassen. 

Dies üben Sie solange bis der Husky sofort reagiert, der nächste Schritt ist die Schleppleine zwar am Hund befestigt lassen, aber nicht mehr in den Händen zu halten, in der Not kann man aber auf die Schleppleine treten, vorher bitte die eigene Reaktionsschnelligkeit testen, und gegebenenfalls verbessern. Wieder das Kommando üben, bis es sitzt. Sobald dies erreicht ist, die Schleppleine stetig kürzen, bis nur mehr ein kleines Band am Halsband hängt. Danach dieses weglassen. 

Nun sollte Ihr Husky soweit sein dass er frei laufen kann. Ich möchte aber nochmals darauf hinweisen das nicht jeder Husky trotz bestem Training zu einem Freiläufer gemacht werden kann. Es spielt die Herkunft, die Aufzucht usw. eine sehr große Rolle. Ist Ihr Husky nicht geeignet, dann lassen Sie den Hund bitte zu seinem Schutz an der Leine, denn alles andere wäre russisches Roulette und würde seinen Tod bedeuten.

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