Der alte Siberian Husky

_____________________________

Ab einem gewissen Alter bezeichnet man einen Hund als alt oder damit es sich nicht so schlimm anhört als Senior. Statt die Bezeichnung Senior an einer bestimmten Zahl an Lebensjahren festzumachen, definiert man einen Seniorhund nach Alterungsmerkmalen. Senioren haben weniger Geschmacksnerven und reduzierte Speichelsekretionen. Das kann z. B. erklären, warum einige Senioren mit zunehmendem Alter schlechter fressen. Des weiteren sind die Zähne meist abgenutzt und der Darm träger als in der Jugend. Das sollte bei der Knochenfütterung berücksichtigt werden. Ein älterer Hund ist auch weniger aktiv und hat oft Verschleißerscheinungen an den Gelenken und Knochen. Das Immunsystem eines Seniors ist auch nicht mehr so effektiv wie es mal war, was allerdings kein Grund für Wiederholungsimpfungen ist. 

Weitere Anzeichen sind Ergrauung des Felles, vor allem am Kopf des Hundes, und im fortgeschrittenen Alter Schwerhörigkeit und Sehschwäche. Alte Hunde werden auch vergesslich bzw. sind weniger aufmerksam, da kann es z. B. passieren, dass der Senior plötzlich auf Verkehr nicht mehr aufpasst und vor ein Auto läuft. Man muss gut auf seinen Seniorhund aufpassen. 

Leider ist es so, dass ein Hundeleben in der Regel wesentlich kürzer als ein Menschenleben dauert, und so werden die meisten Hundefreunde mehr als einmal in ihrem Leben mit der Problematik des Alterns bei ihren geliebten Vierbeinern konfrontiert werden. Es ist sicherlich der Wunsch eines jeden Hundebesitzers, dass sein Hund gesund ein hohes Alter erreicht und eines Tages einfach friedlich für immer einschläft. In der Tat kommt es aber häufig vor, dass der ältere Husky erkrankt und man irgendwann vor der Entscheidung steht, ihn von seinem Leid zu erlösen. Dieses ist immer eine sehr schwierige Entscheidung, die man gemeinsam mit seiner Familie und seinem Husky treffen sollte. Mit seinem Hund, fragen Sie? Ja, mit seinem Hund. Es gibt die Möglichkeit mit seinem Husky zu kommunizieren, entweder selber oder mit Hilfe eines Tierkommunikators. In den meisten Fällen wird der Hund ganz deutlich kommunizieren, dass er nicht mehr weiterleben will, oder eben, dass er noch nicht soweit ist. Auch Bachblüten können hierbei sehr hilfreich sein. Das nur am Rande. 

Wie altert der Siberian Husky?
Beim Alterungsprozess führen verschiedene Vorgänge zur Schädigung der Zellen und letztendlich zum Zelltod, beginnend mit einer Art chemischen Verschleiß. Verantwortlich hierfür ist unter anderem der Stoffwechsel. Zusammen mit der Nahrung setzt Sauerstoff den Verbrennungsprozess in den Zellen in Gang. Durch diese Verbrennung wird Energie frei und es entstehen sogenannte freie Radikale, die die DNA der Zellen schädigen. Freie Radikale sind die Ursache des Alterungsprozesses. 

Was sind Freie Radikale? Freie Radikale sind Teile von Molekülen. An der Bruchstelle befindet sich ein Atom mit einem so genannten ungepaarten Elektron. Freie, also ungebundene Radikale versetzen biologisches Gewebe in oxidativen Stress und können es zerstören, indem sie als Initiator eine Kettenreaktion auslösen. Darin kann sich ein freies Radikal mit dem Teil eines bestehenden Moleküls zu einem neuen Molekül verbinden. Wird der neue Reaktionspartner ebenfalls als freies Radikal freigesetzt, so kann er eine analoge Reaktion verursachen. In solch einer Ketten-Reaktion verschwinden vom Körper gewünschte Moleküle und es entstehen unerwünschte oder gefährliche Moleküle. Bruchstellen in der DNA sind an sich schon gefährlich, weil Lesefehler der DNA Krebs verursachen können. 

Der Körper hat zwar Schutzsysteme gegen die freien Radikale, aber gerade in den Mitochondrien, in denen die Energieverbrennung in der Zelle statt findet, versagen sie weitgehend. Die Mitochondrien besitzen eine eigene DNA, jedoch keinen Schutz dafür, was zur Folge hat, dass die DNA der Mitochondrien immer mehr geschädigt wird und die Zelle zunehmend altert. Eine weitere entscheidende Rolle im Alterungsprozess spielen die Telomere. Telomere sind die natürlichen einsträngigen Chromosomenenden linearer Chromosomen, die u. a. für die Zellteilung notwendig sind. Telomere werden mit biologischen Vorgängen in Verbindung gebracht, die mit der Alterung von Zellen aber auch mit der Entstehung von Krebs zusammenhängen. Sie sind zu Beginn eines DNA-Stranges als eine Art Schutzkappe platziert. 

Bei jeder Zellteilung verkürzen sich die Telomere, da sie nicht mitkopiert werden und damit verloren gehen. Wenn sie dann eine kritische Minimallänge unterschritten haben, tritt der Zelltod ein, da die Zelle sich nicht mehr teilen kann und die DNA ungeschützt bleibt. Eine größere Länge der Telomere und damit eine erhöhte Stressresistenz der Zellen hat mit aller Wahrscheinlichkeit einen bedeutenden Einfluss auf die Gesamtlebenserwartung eines Organismus. Telomere verkürzen sich um so schneller, je stärker sie freien Radikalen ausgesetzt werden. 

Eine weitere Rolle spielt zumindest beim Menschen die genetische Veranlagung. Wer langlebige Eltern, Großeltern und Urgroßeltern hat, wird selbst eher ein hohes Alter erreichen. Beim Hund steht dieser Zusammenhang nicht eindeutig fest; da spielen aber sicherlich andere Faktoren eine Rolle. Z. B. werden Wurfgeschwister meistens nicht ihr Leben lang zusammen gehalten und sind oft sehr unterschiedlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt, was auch einen großen Einfluss auf die Lebenserwartung hat. 

Jetzt wo die Menschheit den Alterungsprozess immer besser versteht, wird natürlich zunehmend geforscht, wie man diese Vorgänge verhindern kann. Ob es Sinn macht ewig bzw. sehr, sehr lange zu leben ist eine andere Frage. Die Natur hat einen ständigen Wechsel, Fortpflanzung und Verbesserung der verschiedenen Spezies vorgesehen. Ein wichtiger Punkt der Evolution ist die Selektion. Die stärkeren, besser adaptierten Lebewesen überleben und vermehren sich; sie geben ihr Erbgut weiter und sorgen somit dafür, dass eine Spezies immer stärker wird und besser ihrer Umwelt angepasst ist. Somit macht ein zeitlich begrenztes Dasein schon Sinn.

Ein bisschen Abhilfe gegen den Alterungsprozess dürfen wir uns und unseren Hunden aber doch erlauben. Vor allem spielt hier die Nahrung eine große Rolle. Um Krankheiten beim Hund vorzubeugen und ein vorzeitiges Altern zu verhindern, ist die beste Möglichkeit den Hund mit frischen, unbehandelten Nahrungsmittel zu füttern. Gerade diese frischen Nahrungsmittel sind voller Enzyme, Vitamine, Mikronährstoffe und sekundärer Pflanzenstoffe, die als Antioxidantien fungieren und somit auch als Radikalfänger den Alterungsprozess auf zellulärer Ebene aufhalten. Zu den natürlichen Antioxidantien gehören z. B. Vitamin C, Tocopherole (Vit. E) und Lycopin (ein Carotinoid). Diese Erkenntnis unterstützt wieder den Ansatz, den Hund mit frischen, unbehandeltem Futter zu ernähren.

_____________________________