Der Deckakt beim Siberian Husky

Nordic Fire
Das Vorspiel:
Vor der eigentlichen Deckung zeigen unsere Hunde viele Verhaltensweisen die den Paarungspartner stimulieren sollen und die beidseitige Deckbereitschaft erhöhen. Vor dem Zusammenführen der beiden Deckpartner ist unbedingt darauf zu achten dass sich beide vorher ausreichend entleeren konnten. Meist wird die Erstbegegnung durch gemeinsames oder simultanes Harnen eingeleitet. Der Rüde macht nach dieses demonstrativen Harnen heftige Scharrbewegungen und zeigt ein deutliches Imponiergehabe, welches seinen Besitzanspruch auf die läufige Hündin zeigen soll. Auch die Hündin setzt gezielt ihren Harn ab, meist an erhöhten Positionen, teilweise mit angehobenem Bein und auch sie führt oft heftige Scharrbewegungen aus. Danach fordert die Hündin den Rüden durch intensives Spielverhalten, Aufreiten, Hüpfen, Anstupsen und Anrempeln in der Schnauzenregion zu aktivem, sexuellen Verhalten auf. Sie leckt ihm die Ohren oder die Mundwinkeln und wirft sich im nächsten Augenblick vor ihm auf den Boden. Er darf sie in der Genitalregion beschnuppern, sie lässt ihn schnuppern und lecken und steht mit zur Seite gebogenem Schwanz da. Dabei zieht sie die Scheide hoch und wartet auf das Aufreiten. 

Dieses sehr intensive Vorspiel ist zur sexuellen Stimulation unbedingt erforderlich. Sie sollten dieses natürliche Paarungsverhalten zulassen und ihnen ein Kennen lernen des Deckpartners ermöglichen. Stellen sie nach einiger Zeit fest dass dieses Verhalten nicht abläuft und der Rüde sich nicht oder nur wenig für die Hündin interessiert, bzw. die Hündin keinerlei Interesse am Rüden zeigt, so sollten Sie eine längere Pause einlegen und die Hunde trennen. Meist nähert sich der Rüde nach dieser Unterbrechung viel feuriger der läufigen Hündin. Solche Deckunterbrechungen können auch durchaus mehrmals erforderlich werden. Sein Sie also nicht ungeduldig und brechen Sie erst dann ab, wenn Sie über einen halben oder ganzen Tag mit Pausen keinen Fortschritt im Verhalten der Hunde sehen.

Der Deckakt:
Ihre zunehmende Paarungsbereitschaft zeigt die Hündin durch häufiges Stillstehen und seitliches Abdrehen der Rute, sowie das Anheben der Scheidenregion. Sie beginnt nun die Deckversuche zu dulden. Sie dreht sich so zum Rüden, dass er sie von hinten besteigen kann und wartet geduldig. Hat der Rüde die Hündin dann bestiegen, umklammert er den Lendenbereich, macht seinen Rücken krumm, umfasst mit den Vorderläufen die Hüfte der Hündin, zieht sie nochmals dichter heran und verhindert so ein Abrutschen. Durch diesen festen Klammergriff kann die Hündin nicht mehr weglaufen oder sich wegdrehen. Die Hinterläufe des Rüden stehen jetzt außen neben denen der Hündin. Der Rüde versucht durch heftige Beckenstöße seinen Penis in die Vulva der Hündin einzubringen. Erfahrene Hündinnen stehen jetzt ganz still. Hat der Rüde seinen Penis eingeführt folgen einige weitere sehr heftige Stöße bis zur Ausschüttung des zweiten Ejakulats. Er bleibt nur kurz in der Position des Aufreitens du versucht dann von der Hündin abzusteigen. Dies geschieht indem er seine Vorderläufe auf eine Seite neben der Hündin stellt, kurz verhaart und dann versucht einen Hinterlauf über den Rücken der Hündin zu schieben. Nun kommt es zu so genannten "Hängen", sie stehen Po an Po und blicken in die entgegengesetzte Richtung mit einem meist angespannten Gesichtsausdruck.

Einige Hündinnen schreien immer noch, andere speicheln stark, andere wiederum sind ganz still, als ginge sie das alles gar nichts an. Oft bewegen sich die Hunde während des Hängens hin und her, stehe in dieselbe Richtung, drehen sich, stehen wieder Steiß an Steiß. Die Hündin vollführt immer wieder pumpende Bewegungen mit ihren Bauch- und Genitalmuskeln, sie stöhnt dabei oft heftig, so, als würde sie vor der Geburt von wellenartigen Wehenbewegungen durchlaufen. Die Rüden zeigen unterschiedliche Verhaltensweisen, manche lehnen jedes eingreifen ab und wollen mit der Hündin alleine sein. Andere wollen betüdelt werden. 

Ist die Vereinigung erfolgt und die Hunde hängen, dann sollte man die Hündin unbedingt vorne festhalten, sie beruhigen und streicheln und darauf achten, dass sie nicht versucht das Hinterteil wegzudrehen oder sich hinzusetzen. Denn dies kann zu schweren Verletzungen führen. Der Rüde steht nun abgedreht oder schräg seitlich zur Hündin oder in der Po an Po Stellung. Diese Stellungen erscheinen uns Menschen qualvoll, den Hunden macht sie jedoch wegen der anderen Anatomie ihrer Genitalien nichts aus. Man sollte deshalb keinesfalls versuchen, den Rüden wieder auf die Hündin zu heben. Die Rüden stehen meist sehr ruhig und gelassen, im Gegensatz zu den Hündinnen. Diese sind oft erschrocken, durch die Ausdehnung des Schwellkörpers entsteht unangenehmer Druck und sie versuchen sich durch hinsetzen oder niederwerfen diesem zu entziehen. 

Während des Hängens erfolgt noch die Abgabe des dritten Ejakulates. Das Hängen der Hunde wird durch den Schwellkörper im Penis des Rüden und durch die Schwellkissen in der Scheide der Hündin bewirkt. Ist der Schwellkörper des Rüden in der Vulva angeschwollen, so wird er von den Scheidenkissen in der Scheide der Hündin, die sich nun hinter dem Schwellknoten befinden, festgehalten. Ein Loskommen und Herausziehen des Penis ist erst nach Lockerung der Scheidenmuskulatur und Abschwellen des Knotens möglich. In der Situation des Hängens ist es daher unmöglich die Hunde zu trennen. Ein Versuch würde große Schmerzen und schwere Verletzungen verursachen. Ein Mal davon abgesehen dass es sowieso völlig sinnlos wäre, da der Deckakt schon längst vollzogen ist, denn das zweite Ejakulat wurde ja bereits vor dem Hängen abgegeben. 

Der Vorgang des Hängens dauert meist fünf bis fünfundvierzig Minuten. Die Dauer des Hängens hat kaum Einfluss auf die Fruchtbarkeit, sie scheint nur die Menge des dritten Ejakulates zu beeinflussen. Sollten die Hunde den Deckakt vollzogen haben, sich dann losreißen oder ähnliches und dadurch nicht hängen, so kann die Hündin trotzdem aufgenommen haben, wenn de zweite Ejakulation erfolgt ist. Sie erkennen das meist daran, dass der Rüde, da er ja sein Ejakulat abgegeben hat, nach dem Losreißen kein Interesse mehr an der läufigen Hündin zeigt. Hat er nur sein erstes Ejakulat abgegeben, wird er erneut versuchen aufzusteigen.

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