Der finazielle Aspekt im Schlittenhundesport

Nordic Fire
Ein guter Schlitten ist nicht unter 900€ zu haben, Spitzenmodelle kosten bis zu 1600 € Ein guter Trainingswagen gibt es ab 900€ aufwärts. Der Skandinavier-Musher muss für Pulka, Skier und für die schneelose Zeit eine Rollpulka evtl. Rollski und Mountainbike, auch einiges investieren. Ein entsprechendes Fahrzeug, am besten mit Allradantrieb, mit Aufbau oder Anhänger mit Transportboxen für die Hunde und nicht zuletzt einen evtl. Ein Wohnwagen für den Musher nebst Familie gehöre auch dazu. Benzinkosten zu den diversen Trainingsorten & Rennveranstaltungen, Übernachtungen, Essen bei Rennveranstaltungen usw. sind auch nicht zu unterschätzen.

Daneben fallen natürlich noch die laufenden Kosten wie Hundefutter (erhöhte Futterkosten im Zeitraum des Training & Rennen durch Költe und Leistung), Vitaminzusätze, Tierarztkosten, Impfungen und Versicherung an. Die Geschirre der Hunde sind aus Schlauchband gefertigt und mit leichtem und schnelltrockenem Neoporen oder den seltener Teddyfell unterfüttert. Die Geschirre gibt es in verschiedenen Größen, so dass für jeden Hund ein optimal passendes Geschirr gefunden wird, der gute Sitz ist sehr wichtig um Verletzungen zu vermeiden. 

Da besonders die großen Schlittenhunderassen erst mit drei Jahren voll ausgewachsen sind, kann es passieren das man für einen Hund im Laufe der Zeit mehrere Geschirre kaufen muss. Um die Hunde vor den Wagen bzw. Schlitten spannen zu können wird eine Zugleine benötigt. Diese besteht aus der Zentralleine und den davon gehenden Abgängen die Tug- und die Neckleine zum befestigen der einzelnen Hunde. Einen Ruckdämpfer der den auftretenden Ruck beim Anfahren und Bremsen abfängt. Die Trainingswagen werden als Dreiräder und Vierräder angeboten. Da die Dreiräder etwas kippeliger sind, dürfen nur max. vier Hunde davor laufen. Ab der B-Klasse ist ein Vierräder Pflicht.

Weiterhin muss jeder Wagen eine Transportfläche besitzen um evtl. Verletzte Hunde wieder zurück zubringen. Denn allein darf kein Hund zurück gelassen werden. Bei den Schlitten gibt es zwei Modelle den Sprintschlitten und den Tobogan (Transportschlitten) für Distance-Rennen. Die Schlitten müssen immer mit Transportsack ausgestattet sein, um auch hier die evtl. Verletzten Hunde wieder mit heim zubringen. 

Die Pulka für den Skandinaviersport ist eine flache, wannenförmige Glasfiberschale mit einer Abdeckung. Es gibt Rennpulkas, die relativ schmal sind und in denen lediglich das vorgeschriebene Gewicht mitgeführt wird. (Rüden 15 kg, Hündinnen 10 kg. Dann gibt es noch Touren - und Kinderpulkas mit denen viel Gepäck, oder der Familiennachwuchs transportiert werden können.

Zugleinen, Halsbänder, Stake Out, Führleinen shlagen auch mit vielen hunderten Euros im Leben eines Schlittenhundes zu Buche. Nicht zu vergessen die Haftpflichtversicherung für unsere Schlittenunde. Man beachte noch Kosten Zwingerbau, Gartenzaun erhöhen, Hundehütten, Leinen, Literatur, Reinigungsgeräte usw. Vor allem friedliche Nachbarn braucht man, die den lauten Gesang der Schlittenhunde über ca. 15 Jahre genießen.


Good Mush ...... und ein friedliches Miteinander!

Mit mehreren Hunden an den Start:
Die benötigte Ausrüstung hängt natürlich auch davon ab, wie viele Hunde eingespannt werden. Eine Pulka ist das geeignete Gefährt für einen oder maximal drei Hunde. Von einem Gespann spricht man, wenn zwei oder mehr Hunde einen Renn- oder Lastenschlitten, bzw. auf schneefreien Untergrund ein entsprechendes Trainingsfahrzeug ziehen. Relativ unabhängig von der Anzahl der Hunde ist die Grundausrüstung, die Sie für die Ausübung des Schlittenhundesports brauchen.

Ein kleiner Überblick:
  • Transportmöglichkeit für den oder die Hunde
  • wintertaugliches Auto
  • geeignete Kleidung und Schuhe für Herbst und Winter
  • Booties ( Hundeschuhe)
  • Stirnlampe, um am Rennort bei Dunkelheit die Hunde zu versorgen
  • Schaufeln und Tüten zum Kotentfernen
  • Anbindvorrichtung für die Hunde während Veranstaltungen (Stake Out)
  • Erste - Hilfe - Set

Auch mit einem Hund kann man mit dabei sein!:
Vielfach herrscht die irrige Meinung vor, dass man mit nur einem Hund im Schlittenhundesport nichts anfangen kann. Tatsächlich gibt es aber bei Schlittenhunderennen die so genannte "Skandinavierklasse". Dabei zieht der Hund, eingeschirrt zwischen zwei Zugstangen, einen kleinen Rollwagen oder bei Schnee eine kleine Pulka. Das jeweilige Gefährt ist über eine Leine am Bauchgurt des Mushers befestigt, der sein Einhundgespann laufend, per Fahrrad oder bei Schnee auf Langlaufskiern begleitet. Gelenkt wird der Hund durch Zuruf.

Ein kleiner Überblick:
  • Pulka
  • Rollpulka ( = Rollwagen) bei schneefreiem Untergrund
  • Pulkastänge
  • Verbindungsleine zwischen Pulka und Musher
  • Bauchgurt für den Musher
  • Langlaufski
Der Skandinaviersport ist eine sehr schöne Möglichkeit, auch nur einen Schlittenhund artgerecht zu bewegen. Die Bewertung der Skandinavierklasse erfolgt getrennt nach männlichen und weiblichen Hundeführern. Bei Rennen sind in dieser Klasse maximal drei Hunde zugelassen. 

Die verschiedenen Kategorien:
  • Skijöring = 1 Hund 
  • Pulka = 1 - 3 Hunde 
  • Bikjöring = 1 - 2 Hunde 
  • Scooter = 1 - 2 Hunde 
  • D = 1 - 2 Hunde 
  • C = 3 - 4 Hunde 
  • B = 5 - 6 Hunde 
  • A = 7 - 8 Hunde 
  • O = ab 9 Hunde 
Krönung ist die offene Klasse. Dort dürfen mehr als 8 Hunde eingespannt werden. Je nach Schwierigkeit der Strecke ist aber manchmal die Zahl nach oben doch eingeschränkt. Schließlich soll gewährleistet sein das Hunde und Musher auch heil ins Ziel kommen. 

Wichtig!
Schlitten und Rollwagen sollten mit guten Bremsen ausgestattet sein.

Checkliste für ein Gespann mit mehreren Hunden:
  • Renn- und/oder Lastenschlitten
  • Rollwagen (für schneefreien Untergrund)
  • Zuggeschirre und geeignete Halsbänder
  • Zugleine für die entsprechende Hundeanzahl
  • Neckleine (verbindet die Halsbänder der beiden vorderen Hunde)
  • Ruckdämpfer (wird zwischen Hunden und Wagen an der Zugleine befestigt)
  • Schneeanker (zum Arretieren des Gespanns)
  • Transportsack für Wagen bzw. Schlitten

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