Der Siberian Husky auf Ausstellungen

Nordic Fire
Die Hundeausstellung ist der älteste Hundesport. Diese Art von Vorzeigen basiert auf das Erscheinungsbild des Hundes - das ist seine Struktur, Bewegung und sein Verhalten. Wenn sie diese Art von Vorzeigen vertiefen möchten, müssen Sie genau über den Rasse-Standard Bescheid wissen und fähig sein, abzuschätzen ob Ihr Hund diesem Standard gerecht wird. 

Ihr Züchter oder ein anderer qualifizierter Züchter wird Ihnen dies sicher sagen können, oder Ihnen dabei helfen. Welpen können sich während des Wachstums sehr verändern. Fast jeder Welpe ist ein viel versprechender Kandidat, aber er kann sich bis er ausgewachsen ist, ins Gegenteil entwickeln. Was sie aber trotzdem nicht als ausgezeichnete Qualitätshunde entsprechen lässt. Üblicherweise werden so genannte Ringtraining von den entsprechenden Rasseclubs angeboten. Diese Trainings sind ausgezeichnete Übungsplätze für Welpen. Der Welpe sollte bereits leinengängig sein, bevor er in einen solchen Kurs geht. Der Ablauf im Show-Ring, sowie das richtige Stehen in Position wird so perfekt wie möglich trainiert. Solche Ringtrainings, wie auch die Welpenschule wird ihrem Jüngsten helfen, sich gut zu sozialisieren, mit verschiedenen Rassen, wie auch mit Menschen. 

Liebe Hundefreunde und Aussteller:
Mit diesem Leitfaden möchten wir Ihnen einige Informationen, sowie Tipp's zum Thema Hundeausstellungen geben. Natürlich können auch wir kein "Erfolgsrezept" für Ausstellungen geben, denn es gibt immer eine Vielzahl an Faktoren, die zum jeweiligen Erfolg führen. Jeder, der schon an Hundeausstellungen teil genommen hat, weiß aus eigener Erfahrung, dass man nicht immer gewinnen kann. Doch schon ein positiver Richterbericht bedeutet einen Erfolg. Natürlich gibt es Möglichkeiten, die ein erfolgreiches Abschneiden erleichtern könne. Im Vordergrund soll aber immer die Freude, mit unseren Vierbeinern einen schönen Tag verbracht zu haben, stehen. Wer sich entschlossen hat, an einer Hundeausstellung teil zu nehmen, sollte - damit es kein stressiger Tag wird - einige grundlegende Dinge beachten, auf die wir in der Folge noch näher eingehen möchten. Auch ist es wichtig, sich an die jeweilige Ausstellungsordnung des Veranstalters zu halten. Doch dazu etwas später. 

Obwohl der Hund im Vordergrund steht und bewertet werden soll, ist es trotzdem nötig, dass sowohl Hund als auch Herr / Vorführer Harmonie und Ruhe ausstrahlen. Es kann auch einmal etwas schief gehen, oder Hund oder Herr nicht den allerbesten Tag haben. Nicht verzweifeln, das nächste Mal geht es dafür umso besser. Für Jeden gibt es "das erste Mal", doch mit ein bisschen Übung und Selbstbewusstsein wird alles gut gehen. Sollten Sie dann mit Ihrem Liebling schon einige Siege errungen haben, ist es nötig, die begehrten Championate einzureichen (unser Ausstellungsreferent hilft gerne dabei). Dieser Leitfaden erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da laufend Änderungen von den Verbänden beschlossen werden. Wir wünschen allen viel Erfolg und würden uns freuen, wenn der eine oder andere Tipp zu einem positiven Abschneiden an einer der nächsten Ausstellungen führt.

Meine Gedanken zum Thema Ausstellungen:
Manche Teilnehmer glauben dort finden Zwei- oder Gruppenkämpfe statt. Andere wiederum glauben alle Blicke und Kameras sind direkt auf sie gerichtet und der Ring wurde für ihren persönlichen Auftritt vorbereitet. Eine weitere Gruppe ist der Meinung das ist eine Unterhaltungsecke und einige Leute wissen dezidiert, dass im Ring auch Hunde vorgeführt und bewertet werden. 

Eines ist der Ring auf alle Fälle für viele: 
Ein meist viereckiger Ort in dem bei kurzzeitigem Aufenthalt das menschliche Nervenkostüm ins Schleudern gebracht wird. Eine Viertelstunde Aufenthalt darin genügt, um viele verborgene menschliche Eigenheiten, für alle ersichtlich, zu offenbaren. Zudem ist der Ring noch ein Ort der Entscheidungen, des Taktieren, der Freude, der Enttäuschung, des Sieges, der Niederlage, der Zufriedenheit, des Ärgers, der Kompetenz oder Inkompetenz, der Toleranz oder Intoleranz, der Faszination, des Frustes, der Emotionen, und noch so einiges mehr. 

Alles in Allem: 
Ein geradezu magischer Ort. Es ist also kein Wunder, dass er von so vielen Hundebesitzern immer und immer wieder aufgesucht wird. Spaß beiseite - aber für mich als Beobachter innerhalb und außerhalb des Ringes (Als Begleiter, Schriftführer usw.) es ist immer wieder erstaunlich und auch amüsant, wie sich Menschen innerhalb und rund um den Ring kurzzeitig verändern oder verhalten. 

Ein paar Hauptgruppen der Aussteller möchte ich hier erwähnen: 
Die naiven Ahnungslosen: 

Durchwegs Neulinge die gar keine oder noch wenig Ausstellungserfahrung haben. Sie schauen ewig fragend durch den Ring und erwartungsvoll auf Hund und Richter - ob sie wohl alles richtig machen. Sie sind sehr offen, freuen sich noch sichtlich über ihren Hund und hören dem Richter noch gespannt und voller froher Erwartung zu. Meist wissen sie dann gar nicht wie ihnen geschieht - und Schwups - sind sie wieder draußen. Wenn ihr Hund platziert wird oder gar gewinnt, wissen sie im ersten Moment noch gar nichts damit anzufangen. Eine sehr angenehme Spezies - leider bleiben sie meistens nicht so.

Die Möchtegerneprofis: 
Sofort erkennbar an ihrem eifrigen Getue, ihrem "Wichtigsein", der scheinbaren Kompetenz, den laufenden Kommentaren (in- und außerhalb des Ringes) und ihrer Verbissenheit. Sie wissen alles, und das meist besser. Im Ring vergessen sie dafür meistens auf den Hund - obwohl sie glauben sich nur mit ihm zu befassen, mit Händen, Füßen, Knien, Gestik und Worten wird der e Hund ununterbrochen in Stellung gebracht, ohne wirklich zu registrieren ob sich der Hund gut präsentiert. Sie glauben immer alles selber machen zu müssen - ohne Vertrauen zu ihren Hund. Blutdruck ca. 250, Pulsschlag bei 150 und die Nerven kurz vor dem Wegwerfen, aber gespielte Souveränität. Den Blick immer wieder fragend zur Begleitperson an den Ringrand gerichtet. Wenn etwas nicht so funktioniert wie sie es sich vorstellen, gibt es böse Blicke, Gesten oder Worte an diese Person. Bei der Einzelbewertung wäre ihr liebster Platz auf oder unter dem Richtertisch. Spricht der Richter dann mit ihnen, wird das nur vernebelt bis gar nicht wahrgenommen und Kritik wird mit "tödlichen" Blicken beantwortet. Wird ihr Hund platziert oder gewinnt, war es ihre persönliche Leistung. Bei einer anderen Plazierung merkt man ihnen die Überwindung an, mit der sie ihren Mitstreitern gratulieren. Natürlich, in und außerhalb des Ringes, mit der Anmerkung - normalerweise hätte es für sie besser laufen müssen. Aber der Richter ...... sie wissen schon. Eine unangenehme Gruppe - nur leider die größte.

Die persönlich Getroffenen: 
Nur noch die Steigerung der vorherigen Gruppe. Bei Unzufriedenheit entfällt der Glückwunsch an die vor und nach ihnen Platzierten. Sie fühlen sich persönlich bis ins Herz getroffen. Hier ist dann häufig der Hund die Schuld und der Frust wird auf ihn abgeladen. Hat der Hund die Erwartungen nicht erfüllt (an sich schon Schwachsinn) wird er hinterher dafür grob behandelt bis misshandelt oder mit Missachtung bestraft. Für Besitzer und Hund wäre es besser, wenn sie dem Ausstellungsgeschehen fern bleiben würden. Leider sind das die verbissensten Aussteller. Glücklicherweise ist es nur eine kleine Gruppe.

Die Profis: 
Obwohl angespannt, konzentrieren sie sich auf das Wesentliche. Ringtaktik ist so selbstverständlich, dass sie gar nicht mehr auffällt. Vorführer/In und Hund bilden sichtlich ein eingespieltes Team - in dem jeder den anderen (wie blind) versteht. Die gut trainierten, bestens vorbereiteten Hunde werden mit guter Ringübersicht immer im richtigen Blickwinkel und souverän präsentiert. Wenn, dann wirken sie sehr ruhig und unauffällig auf den Hund ein. Der Hund bringt sich, wie von selbst in ideale Position und hat seinen Vorführer immer im Auge. Die Vorführerinnen verlassen sich sichtlich auf das Training ihres Hundes. Dadurch wirkt das Team sehr harmonisch und die gesetzten Aktionen verständlich. Auch halten sie mit ihrem Hund reichlich Abstand zum Richtertisch damit der Hund ja gut betrachtet werden kann. Spricht man sie an, sind sie aufnahmefähig. Nach der Bewertung (Plazierung) ihres Hundes bedanken sie sich beim Richter, gratulieren ihren Mitbewerbern und sind dann meist spurlos verschwunden. Bis auf Ausnahmen unter ihnen (die Dominanten) die angenehmste Gruppe. Tendenz erfreulicherweise auch zahlenmäßig im Anstieg begriffen.

Die Dominanten: 
Vorkommen: unter beiden Geschlechtern und meist zugehörig einer der letzten drei Gruppen. Ringnachbarn wird mit strafenden Blicken von oben herab oder knappen verbalen Worten von Anfang an bedeutet wer hier im Ring das Sagen hat. Mit großem Talent zum Schauspiel lassen sie dann den Richter - je nach Situation zustimmend oder abschätzig - mittels dominantem Auftreten, ihrer Mimik, ihren Blicken und ihren Gesten wissen, ob sich seine Meinung gefälligst mit der ihrigen deckt. Sie lassen in ihrem Auftreten von vorne herein keine Zweifel offen und versuchen dem Richter unmissverständlich zu suggerieren, dass eigentlich nur sie (wenn der Richter überhaupt etwas von der Rasse verstehen will) die Sieger sein können. Alles - ohne auch nur ein einziges Wort dabei zu sprechen. 

Funktioniert ihr stiller Einschüchterungsversuch (unabhängig davon ob er überhaupt nötig war oder nicht) - ist dem Richter die spontane und offen zur Schau getragenen Anerkennung gewiss. Irgendwann ist dann später einmal irgendwo nachzulesen ...... "folgende Richter wussten die Qualitäten unserer Hunde zu würdigen" (oder so ähnlich). Bzw. kenne ich ein Pärchen dass dies auch offen vor dem Ring zur Schau trägt und sich jedes Mal auf's Neue lächerlich damit macht. Allerdings merken sie selbst dies nicht und halten sich nach wie vor für die weltbesten Züchter und Aussteller. Nicht merkend, dass bereits seit Jahren abfällig und in lächerlichster Weise im In - und Ausland über sie gesprochen wird. Solche Menschen vergeben ihre persönlichen Awards für gute Richterleistung - gemäß ihrer Meinung. Dass ihr Hund vielleicht gar nicht die Qualität hat, die sie gerne hätten, kommt solchen Ausstellern offensichtlich nicht in den Sinn. Das sie aber immer wieder Richter finden die ihren Hund doch hie und da positiv bewerten, denken sie gar nicht daran nachzudenken, Schuld wie so oft - die Anderen!

Als Publikum: 
Aussteller, bzw. deren Begleiter stellen natürlich auch einen Großteil des Ringpublikums dar. Hier dokumentieren sie offen ihre persönliche Einstellung zu Ausstellungen. Schnell kann man erkennen wer sich noch an guten Hunden und gelungenen Präsentationen ehrlich erfreuen kann. Oder wer nur mehr verbissen am Erfolg ihres Favoriten oder Hundes interessiert ist und bewusst blind ist für alles andere im Ring. Die einen können sogar ehrlich gemeinten und spontanen Applaus spenden. Die (häufigeren) Gegenstücke neigen eher zu verbaler "Schlechtmacherei" der Mitkonkurrenten und "Buh"-Rufen aus dem anonymen Hintergrund. Unvoreingenommene und zufällige Ringbesucher bilden sich, angesichts der augenscheinlichen Gespaltenheit und des Verhalten im Publikum, ihre wahrscheinlich nicht unbedingt positive Meinung über Rassehundeausstellungen. Ob wir das wollen?

Natürlich gibt es noch jede Menge an Zwischengruppen, Abstufungen und unbedachte Nachahmer, aber deren Aufzählung würde doch zu weit führen. Dabei ist scheinbar alles ganz einfach. Man geht bestens vorbereitet mit seinem gut trainierten Hund in den Ring. Dort wird er präsentiert, er wird begutachtet, beschrieben und bewertet. Vielleicht wird er auch noch platziert und das ist es auch schon gewesen. 

Gute Vorbereitung, geschicktes Verhalten und richtige Präsentation steigern die Chancen einer guten Bewertung und vor allem die eigene Sicherheit. Da Hunde echte Stimmungsfühler sind, verhalten sie sich entsprechend der tatsächlichen Stimmungslage ihres Besitzers. Ist man sich seiner Sache sicher, verhält sich auch der Hund viel gelassener und aufmerksamer. Optimale Kenntnis über die Abläufe rund um das Ringgeschehen wirken beruhigend. Wenn man genau weiß wie man sich, bezogen auf alle nur möglichen Situationen, verhält, bleibt man gelassener, sicherer und wird vom Wesentlichen, der Präsentation des Hundes, nicht abgelenkt. Also beschäftigen wir uns mit strategischem, taktischem Rundherum und mit der eigentlichen Vorführarbeit. 

Natürlich gibt es noch jede Menge an Zwischengruppen, Abstufungen und unbedachte Nachahmer, aber deren Aufzählung würde doch zu weit führen. Dabei ist scheinbar alles ganz einfach. Man geht bestens vorbereitet mit seinem gut trainierten Hund in den Ring. Dort wird er präsentiert, er wird begutachtet, beschrieben und bewertet. Vielleicht wird er auch noch platziert und das ist es auch schon gewesen. 

Gute Vorbereitung, geschicktes Verhalten und richtige Präsentation steigern die Chancen einer guten Bewertung und vor allem die eigene Sicherheit. Da Hunde echte Stimmungsfühler sind, verhalten sie sich entsprechend der tatsächlichen Stimmungslage ihres Besitzers. Ist man sich seiner Sache sicher, verhält sich auch der Hund viel gelassener und aufmerksamer. Optimale Kenntnis über die Abläufe rund um das Ringgeschehen wirken beruhigend. Wenn man genau weiß wie man sich, bezogen auf alle nur möglichen Situationen, verhält, bleibt man gelassener, sicherer und wird vom Wesentlichen, der Präsentation des Hundes, nicht abgelenkt. Also beschäftigen wir uns mit strategischem, taktischem Rundherum und mit der eigentlichen Vorführarbeit. 

Der Verlauf: 
Die Vorbereitung zur Ausstellung beginnt bereits lange vor dem Ausstellungstag. Ein bis zwei Tage vor dem Schautermin ist der Hund bereits fix und fertig vorbereitet. Je nach Fahrtstrecke reist man eine Tag früher oder am Ausstellungstag an. Meldepapiere, Impfpass und Hundezubehör wie Liegedecke, Futter, Wassernapf und Pflegewerkzeug ist vorbereitet und griffbereit verstaut. Auch die Rollenverteilung ist bereits festgelegt: Frei unter dem Motto: Du kümmerst dich um den Hund - ich bin Coach und Handlanger. 

Hat man endlich das Ausstellungsgelände und den Ring erreicht - beginnt bereits das strategische, taktische Spiel. Da man durch die bereits erfolgte Vorbereitung des Hundes zeitlich nicht mehr sonderlich belastet ist, hat man genügend Zeit für alle möglichen Dinge. Besitzt man einen aussichtsreichen Hund, oder gar einen mit bereits verbuchten Erfolgen, so sollte man danach trachten ihn aus dem Sichtfeld der Mitaussteller zu halten. Dies aus mehreren Gründen. Mitaussteller werden leicht nervös, wenn sie die Konkurrenz nicht betrachten können um die eigenen Chancen einzustufen. Der eigene Hund kann in nicht optimaler Kondition sein - das wiederum vor der Vorführung niemand wissen muss. Und vor allem - der Hund kann sich ungestört akklimatisieren! 

Das ungestörte Akklimatisieren an den Wirbel am Ausstellungsgelände ist für Hunde von großer Wichtigkeit. Werden sie vor dem Vorführen ununterbrochen abgelenkt (bürsten, schneiden, begutachten, usw.) gewinnen sie bis zur Vorführung nie diese Unbekümmertheit wie im umgekehrten Fall. Da man ja mindestens zu zweit ist, hat einer genügend Zeit die Hunde der Mitaussteller zu betrachten und mit den Besitzern - die meist nervös bürsten und kämmen - ein lockeres Gespräch führen. Dieses Zeit haben und unterhaltungsbereit sein, wird durchwegs als Signal für Sicherheit und Überlegenheit aufgenommen. Tunlichst (wenn es keine anderen Gründe gibt die dagegen sprechen) geht derjenige plaudern, der den Hund im Ring vorführt. Einmal ist der Grad der Nervosität beim Vorführer meist stärker (überträgt sich auf den Hund) und zudem hat der Hund durch den immer wieder neuen Widersehenskontakt im Ring größere Aufmerksamkeit zum Vorführer. Natürlich lässt sich der Vorführer immer wieder bei seinem Hund für kurze Streicheleinheiten und Naschereien blicken. Kurz vor dem Weg zum Ring übernimmt der Vorführer den Hund. Die Begleitperson bleibt, unbemerkbar für den Hund, irgendwo im Hintergrund. 

Da die Zeiten des "Double Handling" (eine Hilfsperson lockt den vorzuführenden Hund damit er aufmerksam steht und in dessen Richtung blickt) ist Gott sei Dank, endgültig vorbei sind und schlimmstenfalls mit Disqualifikation geahndet wird, ist eine Bezugsperson am Ringrand eher störend für den Hund. Er soll sich 100-prozentig und ungestört auf seinen Vorführer konzentrieren können. 

Der Einmarsch und die Aufstellung: 
In den Ring geht man bereits unter Bedacht auf die Reihenfolge. Da der Richter durchwegs schon auf die Hunde wartet, muss man sich nur vor Augen halten, dass die Hunde bereits beim Einzug betrachtet werden. Ist der eigene Hund in Bombenkondition steht man daher als Allererster im Ring oder kommt als Allerletzter. 

Natürlich ohne den zeitlichen Ablauf im Ring zu stören und unangenehm aufzufallen. Aber in beiden Fällen ist dem Hund kurzzeitig ungeteilte Aufmerksamkeit sicher. Ist der Hund aus irgendwelchen Gründen nicht optimal, betritt man den Ring in der Menge - und fällt somit nicht auf. Da jeder seine Startnummer kennen sollte, wird er seinen Platz in der Aufstellung zielsicher finden. Ein wichtiges Element dabei ist der genügend große freie Raum zum Nachbar. Jede Möglichkeit (freundlich und fair) ist zu nutzen um sich diesen freien Raum zu schaffen. Bei großen Klassen und kleinen Ringen scheinbar ein Problem. Aber hier hat man dann schnell einen Helfer - den Richter. Da er sich zwischen den Hunden bewegen können sollte, wird er ebenfalls versuchen etwas Distanz zwischen die Hunde zu bringen. Dem Nachbar - auch wenn er vielleicht etwas unverständig schaut - tut man damit ebenfalls was Gutes. Auch sein Hund kommt damit besser ins Bild. Es ist ein Merkmal guter Vorführer, dass sie mit einem Auge immer den Hund und mit dem anderen Auge die Mitaussteller, das Ringgeschehen und den Richter kontrollieren. Entsprechend der Ringsituation wird der Hund so platziert, dass ihn der Richter halbschräg vor sich hat. Diese Stellung erzielt immer die beste Optik. 

Die Begutachtung: 
Wenn der Richter seine erste Begutachtungsrunde beginnt, herrscht im Ring allgemeine Hektik. Jeder versucht seinen Hund in die beste Betrachtungsposition zu bringen. Das bedeutet eigentlich nur - jeder drängt nach vorne zum Richter. Der clevere Aussteller macht hier nun fast das Gegenteil. Er verharrt sozusagen in der zweiten Reihe und nützt diese Hektik insofern, dass allein durch diese momentan entstehende Unruhe der eigene Hund neugierig wird und sich von selbst in natürlich angespannter Stellung präsentiert. Übersehen wird er mit Sicherheit nicht! Im Gegenteil. Durch das etwas im "Abseitsstehen" wird er mehr, und vor allem ohne Störung allein betrachtet. Perfektes Zeitgefühl und schnelle Anpassung an die Ringerfordernisse ist ein wesentlicher Teil der Präsentation. So ist es zum Beispiel sinnlos den Hund zu belasten wenn der Richter die Kehrseite zeigt. In dieser Phase soll er sich wieder entspannen. Wendet sich der Richter wieder dem Hund zu, ist natürlich Reaktion gefordert. Im Laufe der Zeit bekommt man ein richtiges Gespür dafür. 

Gute Richter zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie für jeden Aussteller ein erkennbares, faires, sich immer wiederholendes, Schemata im Ablauf praktizieren - und solcherart Ruhe und Klarheit in den Bewertungsablauf bringen. In diesem Ablauf sind genügend große Erholungspause für Hunde vorgesehen. Dauerpräsentation ist also sicher kein Erfordernis! Wenn die Gruppe einige Runden gemeinsam im Ring laufen muss, hält man genügend Distanz zum Vordermann. Läuft man zu dicht auf, tut man dem Vordermann und vor allem sich selbst nichts Gutes. Der flüssige Bewegungsablauf des Gangwerks wird empfindlich gestört. 

Bei der Einzelvorführung am Richtertisch gilt es ebenso wichtige Regeln zu beachten. Bis er in der Reihenfolge der Startnummern zur Einzelpräsentation vorgeführt wird bekommt der Hund eine echte Entspannungspause! Dann wird der Hund ca. 3 - 4 Meter vom Richtertisch entfernt platziert und halbschräg präsentiert. In diesem Abstand bietet der Hund für den Richter eine günstige Betrachtungsperspektive und ist gleichzeitig von den Ablenkungen am Richtertisch weit genug entfernt. Der denkbar ungeschickteste Platz für die Einzelpräsentation ist es, zu nahe am Richtertisch zu stehen! Will der Richter ein Detail am Hund begutachten, wird er sich selbst zum Hund bewegen. Will er ihn direkt von vorne oder hinten sehen - soll sich der Richter selbst um den Hund herum bewegen (können). Verändert der Hund seine gute Stellung (auf Vor- und Hinterhand achten) zu sehr, dreht man sich um die eigene Achse, geht ein zwei Schritte zurück, dreht sich wiederum und platziert ihn nach ein, zwei gerade Schritten wiederum. Diese/r Schritt/e sind nötig um ihn aus der Drehung heraus wieder gerade zu stellen und er kann wieder einen natürlichen Stand einnehmen. Nimmt man den Hund nur zurück, oder korrigiert ihn nur, steht er meistens gekrümmt, unnatürlich und schlecht. Lediglich ein - zwei Schritte nach vorne bringen ihn, spätestens nach der zweiten Korrektur, unweigerlich zu nahe an den Richtertisch heran. 

Nach der Einzelbewertung des eigenen Hundes ist bis zum Abschluss der einzelnen Beschreibungen Ruhe, Entspannung und Ablenkung angesagt.

Lässt der Richter dann die Hunde im Ring laufen, gibt es wichtige Spielregeln. Der Richter wird sich so platzieren, dass er die Hunde zumindest über eine Längsseite des Ringes von der Seite und schräg hinten betrachten kann. Man läuft also ca. die Hälfte der Runde unbeachtet. In diesem Teil der Runde bremst man sich so kontrolliert leicht ein, dass eine leichte Lücke zum Vordermann entsteht. Jetzt hat man genügend Raum um im beachteten Abschnitt der Runde leicht zu beschleunigen und locker und unbehindert durch Vorder- oder Hintermann das Gangwerk des Hundes präsentieren zu können. Kein Hund kann seine natürlichen Bewegungsabläufe zeigen wenn er vorne und hinten behindert wird. 

Im Leerabschnitt betrachtet der gute Vorführer ganz automatisch auch die Hunde der Mitaussteller in ihrem Bewegungsverhalten. Eine Notwendigkeit, die später von Vorteil sein kann. Kommt es zu einem direkten Vergleich mit anderen Hunden ist es von Vorteil wenn man bereits deren Stärken und Schwächen erkennen konnte. Hat man bemerkt, dass der andere Hund z. B. bei langsameren Gangart Schwächen zeigt - bremst man so gut es geht ein. Zeigte er Schwächen bei schneller Bewegung läuft man schneller. Hat man genügend gute Nerven, bleibt dem Mitaussteller nichts anderes übrig als sich anzupassen. Ausgenommen - er hat den gleichen Artikel gelesen! 

Man kann also erkennen, dass das Geschehen im Ring und am Ring - bei aller gebotenen Fairness - dennoch genügend Spielraum für Taktiken zulässt. Selbst wenn sich alle Beteiligten an solche Taktiken halten und sie versuchen zu praktizieren, kann es sich letztlich nur positiv auf das gesamte Ringbild auswirken! Meist sind aber in einem gut gefüllten Ring höchstens ein bis zwei mit allen Wassern gewaschene Aussteller tätig. Zudem haben diese durchwegs sehr gute Hunde. Wen darf es jetzt noch wundern wenn diese Teams auch öfters vorne stehen! 

Natürlich gäbe es auch jede Menge von unsauberen Tricks und Strategien um einen Mitbewerber schlecht ausschauen zu lassen oder ihn aus der Ruhe und seinem Konzept zu bringen. Es liegt aber keinesfalls in unserem Interesse Aussteller, nur des Erfolges willen, zur Unsportlichkeit zu ermuntern. Wer sich lange genug im und um den Ausstellungsring aufhält, wird ohnehin die entsprechenden Erfahrungen machen. Nach erfolgter Plazierung gebietet es die Achtung vor den Mitkonkurrenten, dass man sich gegenseitig gratuliert. Für jeden normalen Zuseher ergibt sich ein grässliches Bild, wenn sich die Platzierten gegenseitig keines Blickes würdigen! Ein absolut sicheres Zeichen für unsportliche Verbissenheit. Zudem kann der Vor- oder Nachplatzierte (außer dass er anwesend war) nichts dafür. Ein/e Richter/in - und nicht der Mitaussteller - hat diese Entscheidung getroffen! 

Zum Abschluss noch ein paar Worte zum Einschätzen des Richterverhaltens. Richter sind auch nur Menschen, und daher abzuschätzen. Beobachtet man den Richter bei seinen ersten Musterungen der Hunde genau, wird man an Kleinigkeiten die (vermutlichen) Favoriten für den Richter erkennen können. Ein Hund der dem Richter voraus bereits gut gefällt, wird öfters aus den Augenwinkeln ins Blickfeld genommen und im Wechselspiel der Betrachtung abwägend mit anderen verglichen. Schenkt der Richter einem der Hunde dann fast keine Beachtung mehr - so ist dies in den überwiegenden Fällen ein Zeichen dafür, dass er ihn bereits in den engeren Kreis aufgenommen hat. Allerdings ist Irrtum nicht ausgeschlossen. Bei der Einzelbeschreibung anderer Hunde kann man häufig an Gesten, Mienen und Bewegungen erkennen auf welche Kriterien bei der Präsentation der Richter persönlichen Wert legt. Vielleicht kann man durch dieses Erkennen seinen Hund noch besser ins Bild bringen. 

In Summa ist das Vorführen von Hunden im Ring, von solchen Standpunkten aus betrachtet wie hier angeführt, keine uninteressante oder gar stupide Aktivität. Im Gegenteil. Für viele Aussteller ist diese Aktivität immer wieder mit sehr vielen interessanten Reizen behaftet - und so sollte es auch sein! Egal ob man den Ring mit oder ohne den erhofften Erfolg verlässt!

Vorbereitung zum großen Tag: 
Bevor ihr Vierbeiner an einer Zuchtschau teilnehmen kann sollten sie ihm folgendes lernen:

Er muss lernen, neben oder vor Ihnen zu stehen, ohne an Ihnen hochzuspringen oder an der Leine zu zerren.
Er darf nicht ausweichen oder gar knurren, wenn fremde Personen ihn am ganzen Körper anfassen oder sein Gebiss kontrollieren.
Auf Kommando muss er an Ihrer linken Seite im Trab neben Ihnen herlaufen.

Schon vom jüngstem Alter an sollte mit dem Hund für die Ausstellungen geübt und trainiert werden. Das kann in Form einiger weniger Minuten täglich bis zu ausdauernden Trainingseinheiten geschehen. Manches Geübte - wie z.B. Zähnezeigen, Körperabgreifen, etc. - kann auch bei so manchem Tierarztbesuch nützlich sein. 

Am besten empfiehlt es sich noch vor der Fütterung zu üben, da dann die Bereitschaft zum Lernen seitens des Hundes sehr groß ist. Denn der Spruch: "mit einem vollen Magen lernt sich's schwer" gilt nicht nur für uns Menschen. Außerdem zeigen Belohnungen für die richtige Absolvierung eine größere Wirkung. Vor allem zu Beginn sollte auch sehr viel mit Lob und Belohnung gearbeitet werden. Wenn Besuch kommt bietet sich eine hervorragende Gelegenheit, dass der Hund auch von Fremden abgegriffen wird. 

Nach Möglichkeit sollten verschiedene tägliche Gepflogenheiten auch für ein Training benützt werden. So z.B.: Belohnungen nur im Stehen. Bei Gabe der Futterschüssel bietet sich die Möglichkeit ein - ruhiges Steh - zu üben. Beachten Sie bitte, dass Sie die Trainingseinheiten für die Ausstellung mit dem jeweiligen Zubehör, sprich Vorführleine und Vorführhalsband üben. Sie werden merken, wie schnell Ihr Liebling die Unterschiede des jeweiligen Zubehörs kennt und sich dementsprechend verhält.

Nun einige Beispiele:
  • Gassigehen - mit entsprechendem Halsband und Leine
  • Radfahren, Wandern - mit Brustgeschirr (Hund darf ziehen)
  • Zugtraining - X-Back Geschirr (Hund soll ziehen)
  • Ausstellung - Vorführleine und Vorführhalsband (auch für das Training dazu)
Meldeunterlagen:
Auf Anfrage bei den kynologischen Organisationen ÖKV (nach mehreren Ausstellungsbesuchen oft dann automatisch) erhält man die Ausstellungsausschreibung. AHeute kann man auf den meisten Webseiten (z.B. ÖKV, VDH usw.) online seinen Hund melden. 

In den meisten Ländern gibt es zwei Termine (Meldeschluss). Bei der Meldung in der Ehren-/Championklasse ist eine Kopie des Championates beizulegen. Die Meldebestätigung wird oft erst unmittelbar vor dem Ausstellungstermin zugesandt. Sollte keine Annahmebestätigung übersandt werden, wäre ein Anruf bei der Ausstellungsleitung ratsam. Nach Erhalt der Meldebestätigung sollte diese auf Richtigkeit geprüft werden. Eine Korrektur der Klasse aufgrund eines Fehlers der Ausstellungsleitung ist nachträglich unter Vorlage der erforderlichen Unterlagen möglich. Eine Änderung oder nachträgliche Ergänzung nach Katalogdruck ist nicht möglich. 

Die Tage davor:
Vor der Ausstellung ist das richtige "Styling" eine Herausforderung. Natürlich nur im Rahmen der erlaubten Bestimmungen. So ist nbei den meisten Zuchtverbänden " das Sprayen, Färben, Kreiden, Föhnen (am Ausstellungsgelände) das Wickeln und Trimmen (Ausnahme einiger Rassen) der Haare, sowie längeres Verweilen des Hundes am Trimmtisch mit Galgen etc. verboten. Ein Vergehen sollte geahndet werden. 

Die Umsetzung dieses Beschlusses obliegt dem Veranstalter und wird in einigen Ländern nicht exekutiert. Die Pflege unserer Hunde sollte jedoch nicht von Ausstellungsterminen abhängig sein. Dass unmittelbar vor einer Ausstellung jeder im eigenen Interesse danach trachtet, dass sein Liebling der Schönste ist, versteht sich von selbst. Es ist auch nichts gegen ein Bad am Tag vor der Ausstellung einzuwenden. Nur sollte dabei auf den PH - Wert der Haut unserer Vierbeiner Rücksicht genommen werden. Daher bitte kein Baby - oder Pferdeshampoo verwenden, sondern ein im Handel oder auf Ausstellungen (oft zu Messepreisen) erhältliches Produkte verwenden. Ein nachfolgendes Föhnen und Bürsten lässt dann das Fell umso voluminöser, glänzender und weicher erscheinen. 

Vorbereitung der Unterlagen und Ausrüstung: 
Es ist vorteilhaft - besonders vor den ersten Ausstellungen - schon ein bis zwei Tage vor der Ausstellung alles Nötige herzurichten.

Was ist mitzunehmen?:
  • Meldebestätigung
  • Ahnentafel, evtl. Kopie Championat (falls Meldung in der falschen Klasse)
  • Zahlungsbestätigung (um eventuelle Doppelzahlungen zu vermeiden)
  • Impfpass
  • Trinkwasser und Wasserschüssel (nur für den eigenen Hund - Krankheiten)
  • Belohnungen für den pelzigen Liebling
  • Vorführleine und Halsband/Ketterl
  • Ausstellungskäfig/Box (falls vorhanden, evtl. mit Züchter absprechen), Decke
  • Feste Schuhe, dementsprechende Kleidung
  • Leine und Halsband
  • Bürste und Kamm
  • 1 nasses (evtl. mit Shampoo getränkt) und 1 trockenes Handtuch
  • Sitzgelegenheit nicht vergessen
  • Kaffe und Kuchen für Herrchen/Frauchen
Der große Tag:
Um nicht in die große Hektik und Stress zu verfallen, ist es wichtig rechzeitig am Ausstellungsgelände einzutreffen. Dann hat man auch die Qual der Wahl, den richtigen Platz zum Aufstellen der mitgebrachten Ausrüstung zu finden. Da eine Ausstellung oftmals wie ein großes Familientreffen ist, findet man meist andere Gleichgesinnte, die man aus dem Club, sonstigen Veranstaltungen oder von anderen Ausstellungen kennt. Sollte man einmal das Glück haben und Erster zu sein, dann kann man selbst für die"Nachzügler, Platz reservieren. Es empfiehlt sich, in unmittelbarer Nähe des Rings seine Zelte aufzuschlagen, um den Aufruf der eigenen Startnummer nicht zu verpassen. Manchmal kann man außerdem den einen oder anderen Trick, den Profis verwenden, beobachten. Nachdem man die eigenen Mitbringsel gut verteilt hat, ist es an der Zeit die Startnummer zu holen. Die Ausgabe ist von Ausstellung zu Ausstellung und von Land zu Land verschieden. In Osterreich erhält man die Startnummer erst im Ring vom Ringpersonal. In manchen Ländern wird eine ganze Mappe samt Startnummer, leerer Richterbericht, Urkunde und verschiedenen Bons für Gratisproben beim Eingang oder auf dafür vorgesehenen Plätzen ausgegeben. Noch nicht bezahlte Meldegebühren sind noch vor Beginn des Richtens zu begleichen. Es empfiehlt sich, dies noch vor dem großen Ansturm zu erledigen. Die Zahlung der Meldegebühr direkt auf der Ausstellung erhöht manchmal die Höhe des Nenngeldes. Die erhaltenen Mappen sind beim Aufruf in den Ring dem Ringpersonal auszuhändigen. 

Es ist oftmals sehr interessant, sich nach der ersten Aufregung in den Ausstellungskatalog zu vertiefen und auch die ersten Seiten gewissenhaft zu lesen. Darin steht neben der Ausstellungsordnung, den Ringaufteilungen etc. die verschiedenen Richtlinien zur Titelvergabe und Bestimmungen zur Verleihung von Championaten des jeweiligen Landes. Wichtig ist natürlich, dass bei all diesen Eindrücken nicht auf unsere Vierbeiner und ihre Bedürfnisse vergessen wird. Ausreichend Wasser sollte immer zur Verfügung stehen. Während des Gassi gehen's kann noch der letzte Schliff geübt werden. Wie schon in meiner Einleitung erwähnt, sollte im Ring der Hund einzig im Vordergrund stehen. Trotzdem ist es wichtig, dass Hund und Herr/Vorführender Harmonie und Ruhe, sowie Souveränität ausstrahlen. Jede eigene Nervosität überträgt sich unweigerlich auf unseren Hund. Auch auf die richtige Kleidung sollte geachtet werden. Der Richter wirft oft nur kurze Blicke auf die einzelnen Hunde und dabei sollte die Erscheinung des Hundes nicht gestört werden. So ist es besser, keine hellen bzw. weißen Schuhe zu tragen. Schwarze Hunde sollten nicht mit schwarzen Hosen/Röcken vorgeführt werden (-> Rückenlinie). Für die Ausstellung stylen wir unseren Star und so sollten auch wir Vorführende adäquate Kleidung wählen. Denn das harmonische Gesamtbild ist manchmal ein nicht zu unterschätzender unbewusster Faktor.

Bei der Beurteilung wird folgendes bewertet:
  • Gangwerk, Laufwerk, Bewegung
  • äussere Erscheinung
  • Wesen, Temperament
  • Standardkonformität
  • Winkelung
  • Gebiss
  • Proportionen
  • Gebäude
  • Rückenlinie
  • Stand
  • Harmonie
  • Ausstellungsverfassung
  • Präsentation
Wichtig ist auch das richtige Verhalten im Ring, wie z.B. genug Abstand zum, richtige Position vor dem Richter, Aufstellen im Ring. Viele Richter machen sich schon beim Betreten des Ringes ihr Bild von den präsentierten und treffen in diesen Augenblicken bereits die ersten Entscheidungen. Nach der Bewertung erhält jeder Aussteller seinen Richterbericht, sowie die Formwertbänder (in manchen Ländern in Kartenform) und eine Urkunde (Ausnahme: in Ungarn nur zu außergewöhnlichen Ausstellungen - WIIA, EHA). Danach kann die Bewertung in die Ahnentafel eingetragen werden. Für die Sieger kommt dann die Zeit des Wartens auf den Einsatz im Ehrenring. 

Das Verlassen des Ausstellungsgeländes ist nur nach Maßgabe des Veranstalters möglich. Meist erst am Ende der Ausstellung. Gegen Bezahlung einer Kaution ist das Verlassen zwar früher möglich. Jedoch führt ein vorzeitiges Verlassen zum Verlust sämtlicher Preise, Titel und Anwartschaften. Protest kann in begründeten Fällen (gegen Kaution) erhoben werden. Beeinsprucht können nur Formalfehler, niemals aber das Richterurteil selbst werden. 

Die Klasseneinteilung:
In den einzelnen Klassen treten Rüden und Hündinnen getrennt an, wobei zuerst mit den Rüden begonnen wird und danach die Hündinnen bewertet werden. Die Reihenfolge erfolgt analog dem Katalog. Die Klassen richten sich nach dem Alter der Hunde, sowie bereits errungene Championate oder Abrichtekennzeichen:

Babyklasse: 3 - 6 Monate
Jüngstenklasse: 6 - 9 Monate
Jugendklasse: 9 - 18 Monate
Zwischenklasse: 15 - 24 Monate
Offene Klasse: ab 15 Monate
Gebrauchsklasse ab 15 Monate
Championklasse: ab 15 Monate
Veteranenklasse: ab dem 8.Lebensjahr

Für die Meldung in der Gebrauchsklasse ist der Nachweis der Teilnahme an Sportveranstaltungen (Schlitten - oder Wagenrennen) der Meldung beizulegen. Zur Meldung in der Championklasse muss der Hund bereits einen nationalen oder internationalen Champion errungen und bestätigt haben. Im Land, in dem der nationale Champion verliehen wurde, muss der Hund zwingend in der Championklasse gemeldet werden. 

Die Richterberichte: 
In den meisten Ländern haben die dem Aussteller ausgefolgten Richterberichte eine allgemein oder ähnliche Form. Es kann jedoch national zu abweichenden Formularen kommen. 

Wichtig ist, dass auf den Richterbericht neben den Daten des bewerteten Hundes (Name, Wurfdatum, ZB .Nr., Besitzer, Geschlecht ) auch:


  • Der Formwert
  • Titelanwartschaften (Cac-, Cacib ,Bob ,Cajc) - falls vergeben
  • Klasse
  • Bewertungstext in der Landessprache oder in englischer Sprache)
  • Name und Unterschrift des Richters
  • Datum und Ort der Ausstellung, national-, internationale, Club- Ausstellungen.

vermerkt sind.

Die Anwartschaftskarten (Jugendbester, CAJC, CAC, CACIB) werden gemeinsam mit den Richterberichten dem Aussteller nach dem Richten ausgefolgt.

Der Babychampion: 
Der Titel Babychampion kann nur an Rüden und Hündinnen verliehen werden, die auf Ausstellungen mit Vergabe des B-Cac teilgenommen haben und folgende Richtlinien erfüllen: 

Der Hund muss in der Babyklasse im Alter zwischen 3 - 6 Monaten mindestens 3x die Anwartschaft "Best Baby" erhalten haben. Die Anwartschaften müssen von mindestens zwei verschiedenen Richtern vergeben werden. Der Antrag auf Bestätigung des Titels "Babychampion" ist unter Beilage einer Kopie der Ahnentafel, sowie der Richterberichte und Anwartschaftskarten bei der zuständigen Verbandkörperschaft einzureichen. Der Titel Babychampion berechtigt allerdings nicht zur Meldung in der Championklasse!

Der Jüngstenchampion: 
Der Titel Jügstenchampion kann nur an Rüden und Hündinnen verliehen werden, die auf Ausstellungen mit Vergabe des J-Cac teilgenommen haben und folgende Richtlinien erfüllen: 

Der Hund muss in der Jüngstenklasse im Alter zwischen 6 - 9 Monaten mindestens 3x die Anwartschaft "Jüngstenbester" erhalten haben. Die Anwartschaften müssen von mindestens zwei verschiedenen Richtern vergeben werden. Der Antrag auf Bestätigung des Titels "Jüngstenchampion" ist unter Beilage einer Kopie der Ahnentafel, sowie der Richterberichte und Anwartschaftskarten bei der zuständigen Verbandkörperschaft einzureichen. Der Titel Jüngstenchampion berechtigt allerdings nicht zur Meldung in der Championklasse! 

Der Jugendchampion: 
Der Titel Jugendchampion kann nur an Rüden und Hündinnen verliehen werden, die auf Ausstellungen mit Vergabe des J-Cac teilgenommen haben und folgende Richtlinien erfüllen: 

Der Hund muss in der Jugendklasse im Alter zwischen 9 - 18 Monaten mindestens 3x die Anwartschaft "Jugendbester" erhalten haben. Die Anwartschaften müssen von mindestens zwei verschiedenen Richtern vergeben werden. Der Antrag auf Bestätigung des Titels "Jugendchampion" ist unter Beilage einer Kopie der Ahnentafel, sowie der Richterberichte und Anwartschaftskarten bei der zuständigen Verbandkörperschaft einzureichen. Der Titel Jugendchampion berechtigt allerdings nicht zur Meldung in der Championklasse!

Der Intermediachampion: 
Der Titel Intermediachampion kann nur an Rüden und Hündinnen verliehen werden, die auf Ausstellungen mit Vergabe des I - Cac teilgenommen haben und folgende Richtlinien erfüllen: 

Der Hund muss in der Intermediaklasse im Alter zwischen 18 - 24 Monaten mindestens 3x die Anwartschaft "Intermediabester" erhalten haben. Die Anwartschaften müssen von mindestens zwei verschiedenen Richtern vergeben werden. Der Antrag auf Bestätigung des Titels "Intermediachampion" ist unter Beilage einer Kopie der Ahnentafel, sowie der Richterberichte und Anwartschaftskarten bei der zuständigen Verbandkörperschaft einzureichen. Der Titel Intermediachampion berechtigt allerdings nicht zur Meldung in der Championklasse!

Da wir mehrfach darauf angesprochen wurden, weisen wir darauf hin, dass es Verbände gibt in denen ein Sehr Gut zur Vergabe der JB, IB Titels reicht, da die Richter dieser Verbände / Vereine der Meinung sind ein Junghund der mitten in der Entwicklung steht kann noch nicht vorzüglich sein. Dieser Titel ist in gewissen Verbänden nur wirklich vorzüglichen Hunden zugestanden, was wir gar nicht so verkehrt finden. Die Aussteller sind inzwischen zu Titelverwöhnt, wir sollten uns wieder klar werden das ein SEHR GUTER Hund, kein negatives Urteil ist, sondern eben ein sehr guter Hund!

Ausnahmen: 
In einigen Ländernkann anstelle der dritten Anwartschaft im Berreich "Baby, Jüngsten, Jugend & Intermedia" auch ein "Cac" aus der jeweilige folgenden Klasse verwendet werden. 

Nationaler Schönheitschampion / Champion: 
Der Titel "Schönheitschampion / Champion der ...." kann nur an Rüden und Hündinnen verliehen werden, die auf Ausstellungen mit Vergabe des "Cac" teilgenommen haben und folgende Richtlinien erfüllen: 

Der Hund muss ab dem Alter von 18 Monaten mindestens 4x die Anwartschaft "Cac" (in der Offenen -, Gebrauchshunde - oder Championklasse) erhalten haben. Zwischen der ersten und vierten Anwartschaft muss ein Zeitraum von mindestens 365 Tagen liegen. Mindestens zwei der vier Anwartschaften müssen auf internationalen Ausstellungen (mit Cacib - Vergabe) erlangt worden sein. Die Anwartschaften müssen von mindestens drei verschiedenen Richtern vergeben werden. Der Antrag auf Bestätigung des Titels "Schönheitschampion" ist unter Beilage einer Kopie der Ahnentafel, sowie der Richterberichte und Anwartschaftskarten ist unter Beilage einer Kopie der Ahnentafel, sowie der Richterberichte und Anwartschaftskarten bei der zuständigen Verbandkörperschaft einzureichen. Der Titel (nationaler) Champion / Schönheitschampion berechtigt in allen der Ländern zur Meldung in der Championklasse. 

Internationaler Schönheitschampion:
Der Titel "Champion International de Beaute" (Internationaler Schönheitschampion) kann nur an Rüden und Hündinnen verliehen werden, die auf internationalen Ausstellungen mit Vergabe des "Cacib" teilgenommen haben und folgende Richtlinien erfüllen: 

Der Hund muss ab dem Alter von 18 Monaten mindestens 4x die Anwartschaft "Cacib" (in der Offenen-, Gebrauchshunde - oder Charmpionklasse) erhalten haben. Zwischen der ersten und vierten Anwartschaft muss ein Zeitraum von mindestens 365 Tagen liegen. Die Anwartschaften müssen in verschiedenen Ländern auf internationalen Ausstellungen erlangt worden sein. Die Anwartschaften müssen von mindestens drei verschiedenen Richtern vergeben werden Der Antrag auf Bestätigung des Titels "internationaler Schönheitschampion" ist unter Beilage einer Kopie der Ahnentafel, sowie der Richterberichte und der von der bestätigten Anwartschaftskarten bei der zuständigen Verbandkörperschaft (im Wohnsitzland des Eigentümers) schriftlich einzureichen. 

Der Titel "Cab" (Champion International de Beaute) berechtigt in allen angeschlossenen Ländern zur Meldung in der Championklasse. Eine Meldung in der Championklasse ist allerdings nicht zwingend.ein gern gesehener Gast bei ihrem Züchter. Wir wünschen Ihnen eine tolle Freundschaft zu "Ihrem" Züchter! 

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