Der Siberian Husky beim Tierarzt

Nordic Fire
Sobald nun Ihr kleiner Hausgenosse bei Ihnen eingezogen ist, befinden Sie sich in einer Zwickmühle. Auf der einen Seite muss an der Sozialisierung gearbeitet werden. Der Welpe sollte unter anderem mit Hunden möglichst viel Kontakt haben, sonst gehen schon vorhandene Ansätze wieder verloren. Anderseits gibt es sehr gefährliche ansteckende Hundkrankheiten, wie Staupe und Parvovirose. Bevor der Hund Kontakt mit anderen Hunden hat, sollte er geschützt sein. 

Der Impfschutz:
Machen Sie also am besten den ersten Tierarztbesuch innerhalb weniger Tage nach Erwerb des Welpen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Wenn eine Hündin geimpft ist, gibt sie nach der Geburt über die Muttermilch Schutzstoffe an die Welpen weiter, die gegen die oben erwähnten Krankheiten schützt. Diese so genannten Antikörper werden im Laufe der ersten Lebenswochen abgebaut. Die Geschwindigkeit mit der das passiert, ist abhängig von verschiedenen Faktoren und von Welpe zu Welpe individuell verschieden. 

Ein bei der Impfung noch vorhandener guter mütterlicher Schutz, also ein hoher Teil an Antikörpern, neutralisiert die Impfung und macht sie zum größten Teil unwirksam. Das Abklingen des Immunschutzes ist leider nicht sichtbar, und so fällt es schwer, den am besten geeigneten Zeitpunkt für die Impfung zu bestimmen: Ist es zu früh, wird die Impfung zu einem großen Teil neutralisiert und wirkt nicht richtig, ist es zu spät, läuft der betreffende Hund ohne Impfschutz herum und ist gefährdet. Ein Welpe sollte zur Grundimmunisierung mindestens 2 mal im Abstand von mindestens 4 Wochen geimpft werden. 

Bei Parasitenbefall:
Ebenfalls mit der Muttermilch können Wurmlarven übertragen werden, die unter Umständen auch Menschen befallen und bewirken können, dass ein Hund durch die Impfung erkranken kann. Daher sollte in jedem Fall eine Stuhlprobe untersucht werden. Nur das kann den Befall mit Darmparasiten ausschließen. Der erste Besuch beim Tierarzt ist ausschlaggebend für alle weiteren Besuche. So kann der Verlauf des ersten Tierarztbesuches die nachfolgenden zu einem Vergnügen für Ihren Hund zu machen - oder zu einem Alptraum, der mit jedem weiterem Besuch schlimmer wird. Sie selbst haben darauf großen Einfluss. Falls Sie selbst Angst davor haben - das gibt es häufiger als Sie vielleicht denken - so versuchen Sie das Ihren Welpen nicht merken zu lassen. Es gibt im Grunde zunächst auch gar nichts zu fürchten. Warten Sie bitte nicht erst, bis etwas in Unordnung zu sein scheint. 

Machen Sie Ihren ersten Tierarztbesuch so früh wie möglich nach dem Kauf Ihres Welpen. Die übliche Welpenuntersuchung und die Routineimpfung sind keine schmerzhafte Angelegenheit. Bringen Sie einen hungrigen kleinen Hund und etwas zu Knabbern mit, und erinnern Sie sich an das System positive Verstärkung. Belohnen Sie Ihren Welpen, wenn er sich auf dem Behandlungstisch richtig benimmt und ruhig und gelassen bleibt. Wenn Sie aufgeregtes und ängstliches Verhalten nicht durch Belohnung im falschen Moment verstärken, steht einer erfolgreichen Beziehung zwischen Ihrem Hund und Tierarzt nicht das Geringste im Weg. Die meisten Tierärzte haben selbst Interesse an guten Beziehungen zu "ihren Hunden" und daher etwas zum Verwöhnen da. Lassen Sie den Kleinen mit anderen Hunden im Wartezimmer jetzt noch keinen Kontakt aufnehmen. Manche sind da, weil sie krank sind. Es könnte Ansteckungsgefahr bestehen!

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