Die optimale Ernährung im Alter

Nordic Fire
Im Prinzip ernähren sich alle Tierarten unabhängig von ihrem Alter von den gleichen, für ihre Spezies artgerechten Nahrungsmitteln. Deswegen ist es nicht notwendig einen speziellen Ernährungsplan für den Seniorhund zu erstellen. Der ältere Hund hat bedingt durch die Abnahme an Aktivität weniger Energiebedarf. Futtertechnisch ist der reduzierte Energiebedarf einfach über eine reduzierte Futtermenge zu regeln. Allerdings gibt es durch die altersbedingten körperlichen Veränderungen schon ein paar Punkte, die man beachten sollte. Wegen des reduzierten Speichelflusses und der evtl. abgenutzten Zähne sollte man nicht mehr allzu große Fleischbrocken füttern. Auch bei der Knochenfütterung muss man diese Punkte beachten. 

Es kann gut sein, dass der Senior die Knochen nicht mehr richtig kauen kann und durch die trägere Darmtätigkeit eher zu Verstopfungen neigt. Hier ist es sinnvoll, immer nur wenig Knochen zu mehr Fleisch / Fett / Innereien zu füttern, damit der Hund nicht verstopft wird. Obwohl der Senior weniger Kalorien benötigt, ist es schlichtweg falscheiweißreduziert zu füttern. Ein alter Hund hat sogar einen erhöhten Bedarf an Eiweiß. Dieses lässt sich folgendermaßen erklären; der ältere Hund kann zwar genau soviel Eiweiß aus der Nahrung aufnehmen aber er kann das Eiweiß nicht mehr so gut verwerten. Es ist sinnvoll, dem Seniorhund hochwertiges Eiweiß zu füttern. Der Mythos, dass hohe Eiweißmengen Nierenerkrankungen entstehen lassen oder bestehende Nierenerkrankungen verschlimmern, hält sich hartnäckig, obwohl es inzwischen mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen worden ist, dass dieses nicht der Fall ist. Der Körper braucht Eiweiß um Gewebe aufzubauen und zu erhalten. Füttert man zu wenig Eiweiß, baut sich Gewebe ab, das Immunsystem wird schwächer und die Enzymaktivität lässt nach. Das beschleunigt nur den Alterungsprozess. 

Auch bei Nierenerkrankungen ist es nicht sinnvoll eiweißreduziert zu füttern. Erst wenn die Nierenwerte ein bestimmtes Maß überschreiten, macht es Sinn den Phosphorgehalt des Futters zu reduzieren. Bei einer Niereninsuffizienz ist die Phosphorausscheidung durch die Niere gestört und es kommt u. U. zur Urämie. Eine zusätzliche Gabe von Calciumcarbonat kann helfen den Phosphor bei der Verdauung zu binden. Bei nierenkranken Hunden ist auch darauf zu achten, dass Vitamine und Spurenelemente ersetzt werden, da die Verwertung dieser durch die gestörte Nierenfunktion eingeschränkt ist. Es ist auch besonders wichtig, dass nierenkranke Hunde viel Wasser trinken.

Verteilen Sie die tägliche Futtermenge auf 2 bis 3 Mahlzeiten, das bekommt dem alten Hund besser. Möglich dass Ihr Hund im Alter zur Verstopfung neigt, das Problem lässt sich mit einer Trockenpflaume, dem täglichem Futter beigefügt, lösen. Vielleicht hat er auch häufig keinen rechten Appetit. Dann wirkt ein wenig Katzenfutter aus der Dose, dem Seniorfutter beigemengt, oft Wunder. Klar, dass auch der alte Hund ständig frisches Wasser zur Verfügung haben muss. Oft haben alte Vierbeiner ein größeres Bedürfnis zu trinken.

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