Die richtige Auswahl eines geeigneten Deckrüden

Nordic Fire
Champion hin oder her, ein Deckrüde muss über viel mehr als Schönheit und Übereinstimmung mit dem Rassestandard verfügen. Er sollte gesund und sportlich aktiv sein, sollte bis zu einem gewissen Maße aber auch führig sein. Auch der Siberian Husky soll heute kein wilder Bursche mehr sein der in der Wildnis überlebt, sondern ein Hund der sich in der Gesellschaft gut benimmt. Diese Punkte sind weit wichtiger als alle Championate der Welt. Wobei nichts gegen Ausstellungen zu sagen ist, sofern sie nicht das einzige sind was man mit seinen Huskies tut. Auch wir gehen gerne auf Shows, achten aber darauf dass die Hunde nicht zu Showobjekten mutieren!

Die Frage, ob ein Rüde gut zur Zucht geeignet ist, lässt sich nicht ausschließlich Aufgrund von Erfolgen bei Hundeschauen beurteilen. Hier wird nur die äussere Erscheinung bewertet, viel wichtiger sind jedoch die Erbanlagen, die er mitbekommen hat und auch weitergeben wird. 

Achten Sie darauf, dass zur Zucht verwendete Tiere aus einer erkennbar gefestigten Linie stammen und schauen Sie sich nach Möglichkeit noch andere Tiere aus dieser Linie an, um festzustellen, ob wirklich konstant gute Hunde vorhanden sind. Erst wenn eine Reihe von Nachkommen ein gewisses Alter erreicht hat, lässt sich sagen, ob der Hund ein guter Deckrüde ist. Je mehr gute Nachzucht von dem Rüden vorhanden ist, desto mehr kann man abwägen ob er für die eigene Hündin geeignet ist, oder eher nicht.

Nicht nur auf einzelne Rüden verlassen!
Eine Hündin kann einen Wurf pro Jahr bekommen, ein Deckrüde dagegen kann in der gleichen Zeit hunderte von Nachkommen haben. Bei vielen Hunderassen gab es Zuchtrüden, die allein aufgrund ihrer speziellen Qualitäten und ihrer intensiven Zuchtverwendung einer Rasse ihren unverwechselbaren Stempel aufgedrückt haben. Hier gibt es jedoch zwei grundlegende Probleme. Bei einem solchen"Superstar" werden oft kleine Fehler bei der Zuchthündin in Kauf genommen, da man davon ausgeht, dass der Rüde mit seinen hervorragenden Eigenschaften kleine Fehler der Hündin überdeckt. Das mag bei den ersten Nachkommen noch der Fall sein, umso wahrscheinlicher treten unerwünschte Eigenschaften jedoch bei einer der nächsten Generationen auf.

Ein Rüde kann eine Rasse nicht nur positiv sondern auch negativ verändern. Gerade wenn das Augenmerk in erster Linie auf das Äussere gelegt wird, sollte darauf geachtet werden, dass Gesundheit, Intelligenz und Leistungsvermögen in ebenso perfekter Weise vorhanden sind. Und bei unseren Siberian Huskies natürlich auch der Lauf- und Arbeitswille. Achten Sie also immer darauf das der Deckrüde auch fähig ist seinem Ursprung nachzukommen, der Arbeit am Schlitten und dem Trainingswagen. Selbiges gilt natürlich auch für die Hündinnen die zur Zucht eingesetzt werden sollen

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