Diverse Verletzungen beim Siberian Husky

Nordic Fire
Bisse und Stiche:
Nach Stichverletzungen ist Ledum D 4 das Heilmittel, wenn der starke Schmerz in keinem Verhältnis zur kleinen Wunde steht (sonst denkt man an Arnika), gleichgültig ob Messerstiche, Nadelstiche oder Stiche von Insekten oder die Stacheln von Wespen oder Bienen die Ursachen sind. Äusserlich Calendula -Salbe oder Calendula -Waschungen mit einem Teelöffel der Urtinktur auf 5 Liter Wasser. Hunde, die durch die Nähe von Bienenstöcken jeden Sommer Gefahr laufen, gestochen zu werden, sollten zu Beginn dieser Zeit eine Dosis Apis mellifica D 200 bekommen, um sie dadurch gegen mögliche Stiche der Bienen zu immunisieren. Diese werden dann niemals lebensgefährlich sein, selbst wenn ein ganzer Bienenschwarm ein so behandeltes Tier stechen würde. Bei Bisswunden durch Schlangen, in unseren Breiten speziell denen der Kreuzotter, gibt man Ledum D 3 und Lachesis D 8 im Wechsel, 1/4 bis 1/2zstündiich, mit Besserung seltener. Umschläge mit Calendula - Tinktur oder -Salbe sind ebenfalls sehr von Nutzen. 

Weitere Vorbereitungen sollten schon früher stattgefunden haben, wie eine Spulwurmkur mit einem milden Wurmmittel in der ersten Hälfte der Schwangerschaft, und das Gewöhnen an die Wurfkiste, die nicht fehlen sollte und mit der man die werdende Hundemutter 14 Tage vor dem Ereignis bekannt machen und sie ihr als Lager zuweisen sollte. In einem nicht überhitzten Raum (15 bis 18 Grad) sollte das Ereignis stattfinden. Zweckmäßigerweise wird man nach Beendigung des Geburtsvorganges die nasse und beschmutzte Unterlage wechseln und durch ein Leinentuch oder eine Decke (keineswegs Federbetten oder Matratzen) ersetzen

Die Wundbehandlung:
Die homöopathische Behandlung wird variiert nach der Art der Wunde.:
  • Quetschwunden mit Hautblutungen Arnica D 4 und Hamamelis D 3 im Wechsel
  • Bisswunden benötigen Calendula D 2 innerlich und Calendula -Salbe äusserlich.
  • Narbeneiterung oder Narbenwildwuchs Staphisagria D 4
  • Wildes Fleisch: Verband mit Puderzucker.
  • Wunden mit Nervenverletzungen bedürfen Hypericum D 3 innerlich.
  • Punkt- und Stichwunden (Nadel, Insekten) verlangen Ledum D 4.
  • Sehnen-, Bänder- und Gelenkwunden erfordern Ruta D 3
  • Schnittwunden Arnica D 6 oder Staphisagria D 6
  • Quetschungen Hypericum D 2
  • Fremdkörper unter der Haut Silicea D 200, 3mal täglich über 3-5 Tage.

Blutungen:
  • Punktförmige (petechiale) Blutungen Ledum
  • Nasenbluten Ipecacuanha
  • Blutungen, hellrot Phosphor
  • Blutungen, dunkelrot Hamamelis
  • Blutung im Auge Symphytum

Verbrennungen:
Echinacea Urtinktur innerlich, stündlich 5 bis 10 Tropfen, ist hochwirksam und regeneriert das geschädigte Gewebe rasch, wenn die verbrannten Hautstellen äusserlich sofort einen Umschlag mit 70 bis 90%igem wohlerwärmten Alkohol oder mit Brennspiritus erhalten. Ein damit getränkter Wattebausch wird auf die Verbrennung gelegt, darüber kommen ein Plastikgewebe und ein Verband. Bei leichten Verbrennungen lässt man ihn eine Stunde, bei schweren bis zu 12 Stunden liegen. Nach Abnahme des Verbandes wäre evtl. an eineversorgung mit Calendula -Salbe zu denken, sofern Blasen überhaupt noch zu sehen sind. Diese hochwirksame Therapie der Verbrennung ist in der Tat homöopathisch zu nennen, weil sie auch hier Ähnliches mit Ähnlichem heilt. Auch das Johanniskrautöl, Oleum Hyperici, bewährt sich schmerzlindernd und heilend bei allen Brandwunden. Wegen seiner hohen Heilkraft wird es hochgeschätzt. Wenn abgeleckt, schadet es dem Magen nicht, sondern wirkt dabei noch innerlich. 

Hitzeschlag und Sonnenstich:
Natürlich tritt ein Hitzschlag nur während der heißen Jahreszeit auf, nach großen Anstrengungen, nach zu langem Aufenthalt in der Wärme, z. B. im parkenden Auto. Die Krankheitszeichen stellen sich oft erst Stunden später ein. Das Tier fällt dann urplötzlich um, ist bewusstlos und leidet unter grässlich anzusehender Atemnot und schnellem Puls. Blau angelaufen sind Zunge und Mundschleimhäute, und neben hohem Fieber und starren Augen kann starkes Erbrechen als Ausdruck der Gehirnreizung das Bild vervollständigen. 

Kurzum, ein Krankheitsbild, wie es schlimmer nicht ausschauen kann. Die Leute, die den Hund in die Sprechstunde bringen, wollen ihn meistens auch gleich von seinem Leiden erlöst haben. Ein klares »Nein« ist unsere Antwort; denn wir haben ein Heilmittel: Aconitum D 6 (auch Glonoinum D 6). Alle 10 Minuten, mit Besserung in größeren Intervallen gegeben, führt es bald zum Erfolg. Und kaum jemand hält es am nächsten Tag für möglich, daß eben dieses, vom Hitzschlag so »geschlagene« Tier wieder gesund und munter ist. Sollten sich später Schwindelerscheinungen bemerkbar machen - d. h. der Hund taumelt und torkelt beim Aufstehen -, dann muss Gelsemium D 6 eingesetzt werden, für einige Tage 3 Gaben täglich. Andere Spätfolgen werden mit Natrium carbonicum D 15, 2mal täglich, angegangen.

Vorbereitungen auf Operationen:
  • Zwei Tage vor der OP Arnica D 6, 3mal täglich
  • Am Tage der Operation morgens Phosphorus D 200
  • Nach der Operation 3mal täglich 1 Gabe insges. 3 Tage lang Phosphorus D 200
  • Beugt Komplikationen vor, nimmt Schmerzen und stützt den Kreislauf, Amica D 30

Zusätzliche Gaben, falls erforderlich:
  • starker Blutverlust China D 6
  • Darmlähmung und Verstopfung Staphisagria D 6
  • septische Zustände, Eiterungen Pyrogenium D 30,
  • fehlende Heiltendenz Silicea D 12
  • Calendula -Salbe
  • Erbrechen des Futters Ferrum met. D 30
  • starke Blähungen Carbo veg. D 30

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