Epigenetik in der Hundezucht

Ein sehr komplexes und in der Wissenschaft noch recht neues Feld ist die Epigenetik. Zusammengesetzt wird dieses Wort aus den beiden Begriffen „Epigenese“ und „Genetik“, wobei Epigenese die Entwicklung nicht nur eines Hundes, sondern jedes Lebewesens bedeutet. Dass die Epigenetik auch in der Hundezucht durchaus eine Rolle spielt, dürfte nicht nur für Wissenschaftler interessant sein, denn auch der Hundehalter kann hieraus einige wertvolle Informationen gewinnen. So ist nicht nur die Gesundheit eines Hundes zu Beginn seiner Geburt entscheidend für sein Erbgut, sondern auch seine Erlebnisse im Laufe seines Lebens. So ist die Epigenetik die Wissenschaft der Veränderung von Genen – oder besser deren Aktivierung und Deaktivierung – aufgrund von Umwelteinflüssen.

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Nordic Fire

Was versteht man unter Epigenetik

Welche Rolle spielt die Ernährung

Einfluss bereits vor der Geburt

Fehlende Nestwärme

Die Welpenzeit

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In der heutigen Zeit,, wo alles Natürliche der Ökonomie unterworfen wird, ist es von großer Dringlichkeit Züchter darüber aufzuklären, dass Hundewelpen in einem harmonischen Umfeld gezeugt, geboren und aufwachsen müssen, damit sie gesund bleiben. Anthroposophische Hundezucht stellt die Unversehrtheit (Gesundheit), das Wohlbefinden (Haltung), das Wesen (Seele) der Hunde als züchterische Basis in den Vordergrund. In der konventionellen Zucht wird auf diese Qualitäten immer weniger Rücksicht genommen. Obwohl man es besser wissen sollte, herrscht in sehr vielen Zuchtstätten gnadenlose Einsichtslosigkeit. Da werden Hunde zum Selbstzweck zurechtgeformt und genetisch verstümmelt. Selbst das (noch) gesunde Erbgut kann nicht zum Tragen kommen, weil Zuchtprogramme und Management es verhindern oder weil die Hunde unsachgemäß, lieblos und unter Dauerstress gehalten werden. Jeder Züchter möge bedenken: Was aus den Welpen an Mutters Milchbar später wird, entscheiden nicht nur die Gene der Eltern, sondern darüber hinaus generations-übergreifende epigenetische Effekte!

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