Immer dieses Theater beim Anleinen des Siberian Husky

Nordic Fire

Sie haben einen entspannten Spaziergang hinter sich und wollen Ihren Siberian Husky anleinen um nach Hause zu gehen. Doch er weicht Ihrer Hand aus, oder läuft sogar ein Stück von Ihnen weg. Unsere Saskia lief z.B. stets in ca. einem Meter Abstand ohne näher zu kommen. Sie lief aber auch nicht weg. Trotzdem kann so ein Verhalten ziemlich nerven, gerade wenn man z.B. dringend Nachhause muss. Aber auch wenn man ihn unterwegs anleinen muss, z.B. wegen anderen Hunden, oder Radfahrer, entstehen peinliche Situationen, wenn man seinen Siberian Husky nicht im Griff hat.

Die Möglichkeiten warum es nicht klappt, können vielfaltig sein. Es ist möglich dass der Husky einfach noch spielen möchte, oder zuwenig ausgelastet wurde. Oft ist es aber auch die falsche Körpersprache. Sie beugen sich über den Hund, bedrohen ihn also und greifen schnell nach ihm. Er fühlt sich bedroht und versucht beim nächsten Mal dieser Situation auszuweichen. Hat er vielleicht Stress beim Autofahren und Sie fahren mit dem Auto nach Hause? In diesem Fall müssen Sie zuerst das Autofahren für den Husky positiv verknüpfen. Vielleicht verbindet er das Anleinen mit einem negativem Erlebnis? Oder er hat einfach Spass an dem Fang mich doch - Spiel. Egal welche Ursachen ihn dazu veranlassen. Hatte er ein Mal damit Erfolg, wird er sich immer so verhalten, es gehört für ihn quasi mit zum Spaziergang.

Lässt Ihr Husky sich nicht anleinen, folgt aber gut auf Ihren Rückruf, ist Ihr Training einfach. Rufen Sie ihn heran, belohnen Sie ihn und berühren dabei wie zufällig sein Fell. Streicheln Sie ihn sanft, gerade im Bereich wo Sie ihn anleinen möchten und schicken ihn anschließend wieder weg. Dies wiederholen Sie mehrmals. Toleriert der Husky Ihre Hand am Hals, berühren Sie sanft das Halsband und schicken ihn wieder zum spielen. Auch dies wiederholen Sie mehrmals in Ruhe. Als nächsten Schritt fassen Sie ihn an und halten ihn kurz fest. Danach schicken Sie ihn wieder fort. Auch diese Schritte wiederholen Sie mehrmals. Als nächste Übungseinheit hängen Sie die Leine kurz im Halsband ein. Lösen Sie jedoch die Leine gleich wieder und lassen Sie Ihren Siberian Husky frei laufen. Üben Sie dieses kurze Anleinen ab diesem Zeitpunkt bei jedem Spaziergang und vergessen Sie nie ihn ausreichend zu belohnen und zu loben.

Nun versuchen Sie das Anleinen vor dem Heimweg in aller Ruhe. Gehen Sie dabei in die Hocke und drehen Sie sich leicht zur Seite. Dies wirkt wie eine Einladung auf Ihren Hund. Auch bei dieser Übung kann die Schleppleine von großem Vorteil sein, weil man sich anfänglich das Anleinen im Freien ersparen kann und so den Stress für den Hund mindert.

Zerren Sie nie Ihren Husky am Halsband zu sich heran, oder fangen ihn mit Gewalt ein. Diese negativen Erlebnisse führen nur dazu, dass Sie Ihr Husky in Zukunft noch mehr meidet. Ihr Ziel sollte sein, dass Ihr Hund freiwillig und voller Vertrauen zu Ihnen kommt um sich Anleinen zu lassen. Sollten Sie nicht alleine diesem Problem Herr werden, scheuen Sie sich nicht mit einem Hundetrainer gemeinsam an Ihrem Problem zu arbeiten.

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