Nordic Fire

Nordic Fire Schlittenhundesporttraining

Schlittenhundesport ein Spaß für Mensch und Hund!

Bei    der    Ausbildung    zum    Schlittenhund gelten    dieselben    Regeln    wie    bei    der übrigen Hundeerziehung. Wichtig sind: Tierliebe Tierkenntnis Geduld Selbstkontrolle Konsequenz Regelmäßigkeit Die Einstellung des Mushers: Der   erste   Fehler,   den   man   in   seiner   Beziehung   zu   Schlittenhunden   machen   kann   ist,   sie   im herkömmlichen   Sinne   als   Hunde   zu   betrachten.   In   Wirklichkeit   sind   sie   "Athleten   der Gattung   Hund"   Hat   man   im   Kopf   erst   einmal   den   Übergang   von   einer   Herr/Hundbeziehung zu   einem   Verhältnis   Trainer/Athlet   vollzogen,   ändert   sich   die   eigene   Perspektive   radikal. Denn   diese   Beziehung   legt   nun   die   ganze   Verantwortung   für   die   letztendlich   resultierende Leistung auf Ihre Schultern - und da gehört sie auch hin. Der   viel   zitierte   Ausspruch   von   George   Attlas:   "....ein   Hund   macht   niemals   Fehler.   Er   ist nur   ein   Hund   und   deshalb   benimmt   er   sich   wie   ein   Hund   und   denkt   wie   ein   Hund!   In Wirklichkeit   hast   DU   den   Fehler   gemacht,   weil   DU   ihm   nicht   beigebracht   hast,   etwas   zu tun,   wenn   DU   es   von   ihm   verlangst!   Oder   DU   hast   seine   physischen   und   mentalen Fähigkeit   falsch   eingeschätzt.   Wenn   also   im   Team   ein   Fehler   vorkommt,   dann   hast   DU   ihn gemacht und nicht der Hund." George   Attla   bei   den   NAC   1982,   Meile   1   Dies   ist   einer   der   wichtigsten   Grundsätze,   die   sich jeder   ins   Gehirn   meißeln   sollte,   bevor   er   das   erste   Mal   mit   seinen   Hunden   trainiert!   Der Hund   muss   von   Anfang   an   lernen,   dass   Schlittenziehen   eine   seriöse   und   befreiende   Arbeit, aber kein disziplinloses Spiel ist. Die Ausbildung: Wenn   aus   einem   Siberian   Husky   einmal   ein   richtiger   Schlittenhund   werden   soll,   müssen Sie   bereits   bei   dem   Junghund   mit   dem   Training   anfangen.   Wenn   Ihr   Hund   etwa   6   Monate alt   ist,   können   Sie   beginnen,   die   verschiedenen   Kommandos   einzuüben:   Diese   sind   oft Alaskanische   Begriffe   wie   zum   Beispiel   "   gee"   und   "   haw"   für   rechts   und   links,   "whoa"   für steh   oder   "go"   für   lauf.   Aber   auch   die   Verwendung   von   deutschen   Begriffen   ist   üblich. Natürlich   wird   Ihr   Vierbeiner   zunächst   nicht   wissen,   was   Sie   von   Ihm   wollen,   und   so müssen   Sie   ihm   immer   wieder   durch   zeigen   und   führen   klarmachen,   was   er   tun   soll.   Dabei wiederholen   Sie   das   jeweilige   Kommando   freundlich   und   auffordernd.   In   einer   ersten Stufe wird ihm das Ablaufen der Strecke und das Anhalten auf Kommando beigebracht. Eine   lange   Leine   wird   am   Geschirr   eingehängt   und   der   Hund   darf   sich   während   der   Übung auf   der   gewählten   Strecke   durch   nichts   (Katzen,   Hasen,   Wildspuren....)   aufhalten   oder ablenken   lassen   (kein   Beinheben!)   Zum   Anfang   sollten   100   m   reichen,   die   allmählich gesteigert    werden.    Dem    vorauslaufenden    Hund    wird    das    Kommando    zum    Anhalten zugerufen   und   er   muss   lernen,   stehen   zu   bleiben.   Der   Trainer   geht   zum   Hund,   um   ihn   zu loben,   nicht   dass   der   Hund   wedelnd   (Fuß)   kommt,   nachdem   er   erfolgreich   gelaufen   und stillgestanden hat. Mit   etwa   sieben   bis   acht   Monaten   sollte   der   Hund   an   das   X-Back-Geschirr   gewöhnt werden.   Das   Geschirr   muss   der   Größe   des   Hundes   entsprechen   (das   Geschirr   sollte ungefähr   am   Schwanzansatz   des   Hundes   aufhören).   Im   Gegensatz   zum   Gehen   an   der Leine   mit   Halsband   lernt   der   Hund,   im   Geschirr   immer   voraus   zu   gehen   und   zu   ziehen. Wenn   Sie   Ihrem   Hund   das   Geschirr   angelegt   haben   und   Sie   bereit   zum   Start   sind,   dann muntern   Sie   Ihren   Hund   mit   "Go"   oder   "Voran"   zum   Ziehen   auf.   Gehen   Sie   dabei   aber   nie vor   oder   direkt   neben   dem   Hund.   Gehen   Sie   am   Anfang   nur   kurze   Strecken   vergessen   Sie das   Loben   nicht.   Am   Ende   halten   Sie   an   und   sagen   dabei   deutlich   "Halt"   oder   den Fachausdruck "Who". Mit   ca.   einem   Jahr   können   Sie   ihren   Hund   dann   langsam   an   schwerere   Lasten   gewöhnen, wie   etwa   einen   Kinderschlitten   oder   einen   alten   Autoreifen.   Sobald   der   Hund   in   raschem Trab   an   der   Leine   zerrend   vorausrennen   will   ist   es   Zeit   zur   zweiten   Stufe,   der   Einführung des   Geschirrs   und   der   Last:   Der   kritische   Punkt   in   der   Erziehung   kommt,   wenn   der   Hund im   Geschirr   zieht   und   merkt,   dass   er   Arbeit   verrichtet.   Oft   erlebt   der   Trainer   geradezu dramatische   Auftritte   aber   mit   Geduld   und   Liebe   kommt   man   auch   in   kurzer   Zeit   über diese   Hürde.   An   das   Geschirr   wird   vorerst   die   lange   Leine   gehängt,   und   wiederum   laufen wir   mit   unserem   Schützling   verschiedene   Strecken   ab,   bis   das   Kommando   zum   Anhalten gegeben   wird.   Wenn   er   richtig   zieht,   wird   an   das   Geschirr   eine   angemessene   <Last> angehängt   (Holzbalken,   Reifen,   Kinderschlitten   usw.).   Der   Hund   muss   lernen,   die   Last anzureißen und zu ziehen. Danach   gehen   wir   zur   nächsten   Stufe.   Das   Startkommando   wird   eingeführt   und   das   heißt, dass   der   Hund   bis   zum   Kommando   zum   Anhalten   nicht   stehen   bleiben   oder   sich   aufhalten soll.     Er     muss     lernen,     mit     der     Last     vorauszurennen.     Die     Kommandos     der Richtungsänderungen   stünden   als   nächstes   auf   dem   Lehrplan.   Diese   allerletzte   Stufe,   das Beibringen    der    Befehle    für    die    Richtungsänderung    sprengt    jedoch    den    Rahmen    der Schlittenhunde-Grundausbildung und gehört bereits zur "Spezialausbildung" der Leittiere. Diese   aufgeführten   Ausbildungsstufen   des   Training   können   bereits   11   -   12   Monate   alte Jungtiere   durchführen.   Das   Alter   für   das   eigentliche   Konditionstraining   im   Gespann   liegt höher   (mindestens   13   Monate)   Wenn   Ihr   Hund   das   Ziehen   begriffen   hat   und   das   geeignet Alter   erreicht   hat,   steht   einer   ersten   Fahrt   mit   dem   Fahrrad   nichts   mehr   im   Wege.   Wenn Sie   planen,   ein   Gespann   zu   führen,   müssen   alle   Hunde   die   genannten   Kommandos   vorab kennen, bevor Sie eingespannt werden. Als   Leithund   wählen   Sie   den   gelehrigsten   Hund   aus.   Sie   selbst   sollten   bereits   viele   Male erfahrenen   Mushern   zugeschaut   und   bei   ihren   Vorbereitungen   geholfen   haben,   bevor   Sie Ihre   erste   Fahrt   antreten.   Selbstverständlich   sollten   Sie   bei   Ihren   Übungsfahrten   auf Spaziergänger,   Radfahrer   usw.   achten   und   niemandem   Grund   zur   Beanstandung   geben. Der   nächste   Schritt   der   Ausbildung   besteht   nun   darin,   entweder   aus   mehreren   Hunden, welche   selbständig   die   "Grundausbildung"   durchlaufen   haben   ein   Gespann   zu   formen   oder ein   neu   ausgebildetes   Tier   in   ein   bereits   bestehendes   Gespann   einzufügen,   wobei   ersteres schwierig ist. Wie sollte ein richtiges Training ablaufen? Im   Herbst   wird,   wenn   die   Temperaturen   auf   unter   10   Grad   sinken,   mit   dem   Training begonnen.   Dabei   ist   die   Benutzung   eines   Trainingwagens   (ab   2   Hunde)   unentbehrlich.   Die Streckenanforderungen   sind   zu   erst   sehr   gering   (ca.   1,5   km)   und   werden   dann   allmählich behutsam gesteigert. Beim   "Trockentraining"   achtet   natürlich   der   Musher   ganz   besonders   auf   den   Untergrund, auf   dem   seine   Tiere   zu   laufen   haben.   Am   besten   eignen   sich   Waldwege,   abgemähte Felder   oder   sandige   Feldwege.   Gar   nicht   geeignet   sind   asphaltierte   Straßen   und   Wege,   auf denen sich die Hunde, wenn sie mit Wucht galoppieren, ihre Fußballen scheuern können. Das Training gliedert sich in zwei Phasen: einem Kraft- oder Arbeitstraining Geschwindigkeitstraining Im   Krafttraining   wird   weniger   Wert   auf   Tempo   und   rasche   Gangarten   gelegt,   als   vielmehr auf    den    körperlichen    Einsatz,    die    wuchtige    Zugarbeit.    Erst    allmählich    werden    dann Geschwindigkeitstrainingsabschnitte   eingelegt,   bei   denen   von   den   Tieren   die   rascheste Gangart erwartet wird. Es   ist   von   äußerster   Wichtigkeit,   dass   klar   feststeht,   wer   das   Gespann   führt.   Der   Musher selbst    wird    als    "Oberleithund"    ordentlich    in    die    Pflicht    genommen.    Er    gibt    die Anordnungen   und   die   Befehle,   er   trifft   alle   Entscheidungen,   vor,   während   und   nach   dem Training    oder    Rennen.    Das    Training    oder    das    Rennen    stellen    für    ihn    physisch (Kraftaufwand,      Rennen,      Bremsen,      Witterungseinflüsse      etc.)      und      psychisch (Aufmerksamkeit,   Erkennen   von   Fehlern,   Korrekturen,   Kontrolle   von   Tieren   und   Gelände etc.)   jedes   Mal   eine   Höchstanstrengung   dar.   Kinder   und   ältere   Leute,   besonders   aber Leute     mit     gesundheitlichen     Schwierigkeiten,     sowie     auch     unbeherrschte,     launige, unkonsequente    Leute    oder    solche,    welche    wenig    Tierkenntnis    mitbringen,    sind    im allgemeinen kaum geeignet. Schließlich   mag   er   sich,   zusammen   mit   seinen   Hunden,   im   Schlittenhunderennen   dem Starter   stellen   und   sich   auf   einer   wohlvorbereiteten   Piste   in   sportlich-fairen   Wettkampf   mit anderen Mushern messen und vergleichen. Wichtig! Beim   Training   mit   den   Wagen   oder   Fahrrad   sollten   Sie   immer   darauf   achten   mit   Ihrem Hund   auf   weichem   Untergrund,   etwa   Waldwegen,   zu   fahren.   Beginnen   Sie   das   Training langsam   und   überfordern   Sie   den   Hund   nicht.   Im   Sommer   sollte   nur   bis   etwa   15°C trainiert werden, also in der Regel frühmorgens oder am späten Abend. Go,Go,   auf,   schneller!"   Schon   von   weitem   tönt   das   Gebrüll   durch   den   stillen   Herbstwald. Erschrocken   bleiben   zwei   ältere   Spaziergänger   stehen,   blicken   sich   fragend   an,   dann wieder:   "Go,   go,   macht   schon!",   in   wilder   Fahrt   donnert   mit   hängenden   Zugleinen   ein Schlittenhundegespann   vorbei.   Nur   mit   einem   schnellen   Schritt   zur   Seite   können   sich   die beiden   Passanten   vor   dem   Überfahrenwerden   retten.   Tief   hinter   dem   Wagen   gebeugt schreit    ihnen    der    Fahrer    noch    ein    wüstes    "könnt    ihr    nicht    aufpassen?"    zu    und verschwindet   hinter   der   nächsten   Kurve.   Noch   lange   hallt   sein   Gebrüll   durch   den   Wald. Leider   ist   diese   Geschichte   nicht   erfunden   und   welchen   "Werbeeffekt"   solche   eine   Aktion auf das Image des Schlittenhundesports wirft, lässt sich leicht ausmalen. Jede     einzelne     Trainingsfahrt     ist     ein     Puzzlestück     zum     Gesamteindruck,     den     der Schlittenhundesport    in    der    Öffentlichkeit    hinterlässt.    Die    meisten    Trainingseinheiten werden   auf   öffentlichen   Wegen   durchgeführt,   auf   denen   eben   der   Fußgänger   Vorrang   hat! Verlasse   ich   mit   meinen   Hunden   mein   Grundstück   und   begebe   mich   auf   öffentliches Gelände,   so   habe   ich   mich   so   zu   verhalten,   dass   niemand   belästigt   oder   gar   gefährdet wird.   Wie   lässt   sich   das   nun   mit   dem   Training   von   Schlittenhunden   vereinbaren?   Ist   es überhaupt notwendig in der oben geschilderten Art und Weise zu trainieren? Dazu   lässt   sich   eigentlich   nur   eines   sagen!   Geschwindigkeit   ist   Gift!   Auch   die   menschlichen Athleten    benutzen    Tempoläufe    nur    gezielt    nach    einer    längeren    Vorbereitungsphase, während der eine solide Grundkondition aufgebaut wird. Um    überhaupt    vernünftig    trainieren    zu    können    braucht    es    ein    diszipliniertes,    sprich kontrollierbares    Team,    sowie    ein    Trainingsgerät    (Schlitten,    Wagen    oder    Quadrunner), welches   Ihnen   zu   jeder   Zeit   eine   Kontrolle   über   das   Team   ermöglicht,   d.h.   mit   dem   ich jederzeit   anhalten   kann!   Leider   sieht   man   noch   zu   häufig,   vor   allem   bei   den   Wägen,   die abenteuerlichsten   Geräte,   bei   denen   eine   Kontrolle   über   das   Team   (selbst   über   nur   3 Hunde) nicht möglich ist. Das   Training   beginnt   bereits   zu   Hause.   Hier   kann   ich   die   Hunde   auf   mich   prägen,   hier kann   ich   sie   auf   ihre   zweite   Heimat,   die   Hundebox   vorbereiten,   das   "droppen"   (ver-   und entladen   der   Hunde)   üben.   Es   gibt   absolut   keinen   Grund   warum   ein   Hund   am   Startplatz beim    "droppen"    und    bei    den    vorbereitenden    Tätigkeiten    (Trainingsgerät    abladen, Zugleinen auslegen...) Laut geben sollte! Die   laute   Phase   beschränkt   sich   allenfalls   auf   das   Anspannen,   das   bei   entsprechender Vorbereitung   nur   wenige   Minuten   dauern   sollte.   Danach   ist   wieder   Ruhe,   auch   bei   den zurückgebliebenen   Hunden!   Zurück   zum   eigentlichen   Training.   Grundlegend   für   jedes Training   ist   die   (hoffentlich   vorhandene)   Selbstmotivation   des   Hundes,   die   es   zu   fördern gilt.   Dies   zählt   sowohl   für   Renn-,   wie   auch   für   Tourenhunde.   Quält   sich   ein   Mensch   noch für   eine   bestimmte   Meisterschaft,   wenn   man   ihm   ein   paar   Geldscheine   verspricht,   so versagt diese Methode mangels Konversation beim Hund. Man   tut   also   gut   daran   das   Training   positiv   zu   gestalten!   Dies   betrifft   zum   einen   den Aufbau   des   Traingsprogramms,   wie   auch   die   Durchführung   einzelner   Trainingseinheiten. Grundsätzlich   bedarf   es   einer   gründlichen   Auseinandersetzung   mit   den   Hunden,   um   das Training   dem   jeweiligen   Leistungsstand   des   Hundes   anpassen   zu   können.   Nur   wenn   ich den   Hund   nicht   überfordere   bleibt   seine   Selbstmotivation   erhalten.   Von   überlieferten Traingsmethoden    nach    dem    Selektionsprinzip,    mit    Zuckerbrot    und    Peitsche    kann    nur tunlichst abgeraten werden! Wie kann man sein Training gestalten? Grundlage    ist    wie    bei    jedem    Sportler    eine    solide    Grundkondition,    d.h.    aerobe Grundausdauer,   die   mit   Läufen   bei   verringerter   Geschwindigkeit   (Ausdauerläufe)   erarbeitet wird.   Unter   aerob   versteht   man   die   Energiebereitstellung   im   Muskel   unter   Zuhilfenahme von     Luftsauerstoff,     im     Gegensatz     zu     anaeroben     Energiebereitstellung,     bei     der ausschließlich      im      Muskel      gebundener      Sauerstoff      verwendet      wird.      Um      ein Schlittenhundegespann    langsam    zu    trainieren    bleibt    als    Mittel    der    Wahl    zuerst    nur Bremsen!   Eine   gute   Kontrolle,   das   eine   bestimmte   Geschwindigkeit   nicht   überschritten wird    ermöglicht    hier    ein    Tachometer    Nun    kann    mit    zusätzlichen    Intervallläufen, Bergtraining,     aber     auch     Erholungsläufen     die     Kraftausdauer     und     Fähigkeit     hohe Geschwindigkeiten   zu   laufen   erarbeitet   werden   (d.h.   die   anaeroben   Fähigkeiten   werden sukzessive   aufgebaut).   Hierbei   sollte   man   sich   vor   Augen   halten,   dass   wir   uns   selbst   im Sprint   weitestgehend   im   Bereich   der   aeroben   Energiebereitstellung   befinden.   Diese   Art   zu trainieren   findet   also   in   weiten   Bereichen   mit   geringerer   Geschwindigkeit   statt   als   die angestrebte   Renngeschwindigkeit,   manchmal   aber   auch   mit   höherer!   Die   Anpassung   an die   schlussendlich   zu   erwartende   Leistung   (   Rennen,   Tour)   kommt   somit   erst   kurz   vor   der Beanspruchung, sozusagen als Feinschliff. Werfen wir einen Blick auf die klassische Methode: In    seiner    extremen    Form    wird    das    Team    permanent    unter    wettbewerbsähnlichen Bedingungen    trainiert.    Dies    bedeutet    aber    permanenten    Stress,    auch    für    die    besten Hunde.   Hunde   die   verletzt   sind,   nicht   so   schnell   aufbauen,   fallen   heraus,   nicht   ohne   zuvor an   ihre   psychischen   und   physischen   Grenzen   gelangt   zu   sein.   Ein   großer   Teil   der   Hunde   zu Trainingsbeginn    erreicht    die    Wettkämpfe    nicht.    Im    Gegensatz    dazu    besteht    bei    der variablen      Trainingsgestaltung      durch      die      geringeren      Geschwindigkeiten,      den Erholungsphasen   ein   wesentlich   geringerer   Stress,   schwächere   Hunde   ,   verletzte   Hunde können   aufgebaut   werden   (die   Erholungsphasen   in   den   Intervallläufen   werden   so   lange gestaltet bis alle Hunde erholt sind). Dadurch entstehen so einige Vorteile: man lernt die Hunde besser kennen. sie horchen besser auf Kommandos, sind damit besser trainierbar. sie   werden   nicht   wie   man   glauben   könnte   langsamer,   da   sie   die   Tempowechsel   auf Kommando ausführen. wesentlich geringere Gefahr des Übertrainierens und des "Sauerfahrens". man   produziert   weniger   "Mitläufer",   d.h.   Hunde   die   zwar   das   Tempo   laufen,   aber nichts ziehen. man    kann    auch    bei    höheren    Temperaturen    trainieren    (hängt    nur    von    den Erholungsphasen ab!) Schlussendlich bekommt man eine stabile Kontrolle über das Team! Einziger    Nachteil:    man    muss    mehr    Hirnschmalz    investieren    und    etwas    mehr    Zeit! Skizzieren   wir   noch   einmal   den   Eingangs   erwähnten   Fall   wie   er   sich   abspielen   könnte. Zuerst   einmal   hört   man   nichts,   beim   Ansichtigwerden   der   Fußgänger   verlangsamt   das Team   bis   auf   Schritt-Tempo,   mit   einem   freundlichen   Gruß   spricht   man   selbige   an,   bleibt evtl.   stehen   für   einen   kurzen   Plausch,   bevor   man   wieder   weiterfährt.   Dies   lässt   sich hervorragend   in   ein   Intervalltraining   integrieren,   und   schlussendlich   endet   dieser   Vorgang für beide Parteien in einer angenehmen Atmosphäre! Welche Trainingsgeräte sollte man verwenden? Das   Schlittenziehen   entspricht   wohl   der   Ursprünglichkeit   der   Siberian   Huskys   am   meisten von   allen   Trainingsmöglichkeiten.   Wobei   der   Hund   für   das   Ziehen   einer   Last,   bzw.   eines Schlittens ausgebildet werden muss. Ebenfalls muss man ihm die Befehle beibringen. Im   Frühling   und   im   Herbst,   oder   im   Winter,   wenn   im   Flachland   kein   Schnee   liegt,   bietet der   Trainingswagen   einen   hervorragenden   Ersatz   für   den   Schlitten.   Für   1-   4   Hunde   kann man   hierfür   einen   3-Rad-Wagen   verwenden   (bis   30   Kg),   ab   4   Hunde   ist   jedoch   der   kleine Wagen   zu   leicht.   Für   größere   Gespanne   gibt   es   4-Rad-Trainingswagen   (ab   ca.   50   Kg)   mit einem integrierten Sitz für einen Beifahrer. Man   sollte   darauf   achten,   dass   das   Training   nicht   auf   Teerstrassen   stattfindet   sondern   auf Naturwegen.   So   werden   Gelenke   und   Pfoten   geschont.   Es   sollte   zwischen   3   und   7   Mal   pro Woche trainiert werden. Die Außentemperatur sollte die 15°- Grenze nicht überschreiten. Wenn   es   dann   endlich   Schnee   gibt,   geht   es   auf   die   Skatingloipe.   Fragen   Sie   aber   immer zuerst    wo    es    mit    Hunden    erlaubt    ist.    An    verschiedenen    Orten    gibt    es    so    genannte Hundeloipen.   Trainieren   Sie   in   Randzeiten,   so   haben   Sie   mehr   Platz   und   es   schont   die Nerven.   Aber   halten   Sie   immer   die   Loipe   sauber,   alle   anderen   Langläufer   werden   Ihnen dankbar sein. Die   Pulka   ist   ein   kleiner   flacher   Schlitten,   vor   den   1   bis   3   Hunde   gespannt   werden   können. Der   Hund   trägt   dabei   ein   spezielles   Pulkageschirr.   Die   Pulka   selbst   ist   mit   einer   Leine   mit dem Bauchgurt des Mushers verbunden, der auf Langlaufskiern hinter dem Schlitten fährt. Das   Hunde   gerne   laufen   das   bringt   die   Natur   mit   sich,   also   lassen   wir   doch   unsere   Hunde auch   im   Schnee   sich   austoben.   Hunde   die   regelmäßig   eine   Aufgabe   haben,   bei   der   sie etwas gefordert werden, sind viel ausgeglichener. Im   Sommer   werden   Hunde   oft   mitgenommen   zum   Wandern,   Joggen   oder   Radfahren   und sind   immer   mit   vollem   Elan   dabei,   warum   nicht   auch   im   Winter   auf   Schnee.   Was   gibt   es den   schöneres   für   den   Hund,   als   sich   zusammen   mit   seinem   zweibeinigen   Partner   im Schnee   und   an   der   frischen   Luft   sportlich   zu   betätigen.   Skijöring,   oder   auf   deutsch Langlauf   mit   Hund,   die   Winteralternative   für   den   sportlichen   Hundebesitzer   und   seinen lauffreudigen   Hund.   Seit   1994   gibt   es   auch   in   Mitteleuropa   Wettkämpfe   in   der   Kategorie Skijöring.   Um   mitzumachen   brauchen   Sie   nicht   viel,   ein   Hundegeschirr,   ein   Gummiseil, einen Gurt und etwas Fitness. Sie   brauchen   für   das   Fahrradtraining   ein   gutes,   geländefähiges   Rad   oder   ein   Rollerbike (High-Tech-Tretroller    für    Erwachsene).    Die    Leine    wird    entweder    an    einer    besonderen Zugvorrichtung,    die    unter    dem    Lenker    montiert    wird,    oder    an    einem    Bauch-    bzw. Brustgurt befestigt. Die   Leine   läuft   dabei   über   dem   Lenker   nach   vorne   zum   Hund.   Der   Hund   trägt   dabei   ein sog.   X-Back-Geschirr.   Ein   Ruckdämpfer   wirkt   hier   wahre   Wunder.   Wählen   Sie   das   Tempo so,   dass   die   Leine   nicht   durchhängt.   Trainieren   Sie   Ihren   Hund   und   sich   selber   je   nach Ambitionen   schon   im   Herbst,   so   dass   Strecken   von   bis   zu   12   Km   für   sie   kein   Problem   sind. Solange    es    noch    keinen    Schnee    hat    trainieren    wir    auf    unbefestigten    Feld-    und Waldstraßen   mit   einem   Mountainbike   und   lassen   die   Hunde   vorgespannt   immer   vorne   weg rennen.   Wir   überholen   die   Hunde   nie,   denn   so   gewöhnen   wir   sie   daran,   dass   sie   das Tempo   bestimmen,   bei   einem   Rennen   ist   dies   oberstes   Gebot:   Nie   den   Hund   überholen, keine   Schrittmacher   Dienste   leisten.   Die   Hunde   müssen   auch   bei   dieser   Art   von   Training unbedingt    das    Zuggeschirr    anhaben.    Weiter    muss    eine    Zugvorrichtung    am    Fahrrad vorhanden sein und für zwei Hunde braucht es natürlich eine 2er Zugleine. Joggen   hält   Hund   und   Musher   fit.   Am   besten   verwendet   man   dazu   den   Bauchgurt,   so   hat man   die   Hände   frei.   Das   Joggen   ist   auch   eine   sehr   gute   Trainingsmöglichkeit   für   die Überganszeit.   Jedoch   sollte   man   auch   hier   darauf   achten,   dass   die   Temperaturen   nicht   zu hoch   sind.   Am   besten   geht   man   früh   am   Morgen   oder   gegen   Abend,   wenn   es   bereits etwas   kühler   ist.   Das   Joggen   ist   jedoch   kein   Ersatz   für   eine   geistige   Beschäftigung   des Hundes!   Für   mehr   Informationen   bezüglich   Schlittenhundesport,   besuchen   Sie   unseren Bereich Sport! Wir wünschen viel Spass und Erfolg! Ihr Nordic Fire Team   Zurück zum Nordic Fire - Training  Kennel Nordic Fire Eisenbergeramt 56 3542 Jaidhof Austria Tell: +43 (0) 664/116 41 62 M@il: huskyzucht@a1.net UID: ATU73212338 Falls   Sie   uns   nicht   sofort   per   Handy   erreichen,   bitte   unbedingt   mehrmals   anrufen,   bzw. eine   Nachricht   in   der   Mobilbox   hinterlassen,   oder   eine   Sms   oder   E   -   M@il   senden.   Wir leben   sehr   idyllisch,   zum   Wohle   der   Hunde,   aber   leider   in   einem   so   genannten   Funkloch, so   dass   wir   über   Handy   und   E   -   M@il   manches   Mal   leider   nicht   erreichbar   sind.   Wir melden uns garantiert so schnell wie möglich zurück!
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