Setzen Sie sich erste Lernziele bei ihrem Siberian Husky

Nordic Fire

Wann lernt ein Hund?:
In den meisten Hundeschulen wird mit der Erziehung erst begonnen wenn der Hund mindestens sechs Monate alt ist. In diesem Alter sind Huskies ungefähr halb ausgewachsen und kommen in die Pubertät. Würden Sie mit einem Menschen erst mit der Erziehung anfangen, wenn er schon sechzehn Jahre oder älter ist? Wohl kaum. Warum dann beim Siberian Husky warten?

Sie haben sich einen Husky gekauft, weil Sie mit ihm zusammen leben und Spaß haben möchten. Er muss nun viel lernen, wenn die Zukunft für alle Beteiligten erträglich und vergnüglich werden soll. Denn aus dem süßen Hundebaby, wird rasend schnell ein erwachsener Husky und jede Unart die Sie als Kleiner süß oder gar niedlich fanden, wird dann ein Problem. Im Augenblick ist er noch niedlich und achtet auf jeden Ihrer Schritte, doch dies ändert sich bald. Spätestens mit der beginnenden Pubertät.

Wenn Sie wollen dass es Ihnen weiterhin folgt, müssen Sie jetzt etwas dafür tun. In spätestens einem halben Jahr ist aus Ihrem Husky ein Halbstarker geworden. Wenn Sie jetzt nichts unternehmen, wird er aufdringlich und wild, achtet nicht mehr auf Sie und pöbelt vielleicht andere Hunde und Menschen an. Zeigen sie Ihrem Husky daher lieber gleich von Anfang an das richtige Verhalten und überlassen Sie nicht dem Zufall was er in den ersten Lebensmonaten lernt. Die Zeit die Sie jetzt dafür investieren, macht sich ein ganzes Hundeleben lang bezahlt. Natürlich müssen Sie die Methode der Erziehung dem jeweiligen Alter anpassen. In der Welpenschule erfahren Sie wie Ihr kleiner Hund schon ab der achten Wochen ohne Stress und Zwang die Grundbefehle üben kann. Auf angenehme Weise sammelt er mit Ihnen zusammen die nötigen Lebenserfahrungen und lernt, den Situationen des täglichem Lebens gewachsen zu sein. So kann er sich zu einem selbstsicheren und zuverlässigen Begleiter entwickeln, mit dem man gern sein Leben teilt. Ziel aller Erziehungsmaßnahmen ist es, aus Ihrem Hund einen angenehmen, gehorsamen Begleiter zu machen. Für den Hund bedeutet dies auch "Freiheit", denn einen gut erzogenen Hund können Sie problemlos überall mit hinnehmen. 

Erstes Lernziel:
Das erste, was Sie Ihrem Welpen beibringen müssen, ist die Stubenreinheit und, dass er auf seinen Namen hört. Wenn Sie den Namen mit dem Züchter vereinbaren, kann den Welpen bereits daran gewöhnt werden. Das erleichtert dem Kleinen seine Eingewöhnung im neuen Heim. Auch die Vorarbeit zur Stubenreinheit lernt Ihr Welpe bei einem guten Züchter bereits kennen. Selbstverständlich sollte er vom Züchter bereits bestens sozialisiert sein, so das Sie mit ihm nicht noch zusätzlich den Umgang mit der Umwelt mühsam erlernen müssen.

Zweites Lernziel:
Der Welpe muss lernen, wie er sich innerhalb des "Rudels", in diesem Fall seinem Menschenrudel, verhalten soll. Dazu gehört dass er weiß, womit er spielen darf und was für ihn tabu ist. Beim Spiel mit "Rudelmitgliedern" muss er begreifen dass er nicht in die Kleidung oder Körperteile beißen darf. Am Tisch soll er nicht betteln und sich auch nicht selbst bedienen. Auch das Anspringen muss man ihm rechtzeitig abgewöhnen. Nicht immer ist der Husky sauber und trägt man die ältesten Jeans. Ausgewachsen kann der Husky später - je nach Rasse - manchmal einen Erwachsenen, sicher aber ein Kind leicht umwerfen. Viele Hunde springen auch an Autos hoch, was erhebliche Kratzer im Lack zur Folge hat. 

Drittes Lernziel:
Weiter muss schon der Welpe lernen zu akzeptieren, das weder Spielsachen noch seine Futterschüssel, auch wenn sie voll ist, Menschen gegenüber verteidigen darf. Er muss sich jederzeit alles, auch den leckersten Knochen, wegnehmen lassen. Tut er das nicht, bedeutet dass er sich als der Ranghöhere "im Rudel" sieht. Das Wegnehmen lassen hat aber auch noch einen anderen praktischen Nutzen. Hat der Husky mal etwas Gefährliches im Fang, z. Beispiel einen vergifteten Köder, können Sie ihm den Köder ohne Probleme abnehmen. 

Die Entwicklung ist vorhersehbar:
Der größte Anteil der Hunde, deren Besitzer professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, befindet sich in einem Alter zwischen sechs und zwölf Monaten. Nicht selten sind Verhaltensprobleme ganz normale Hundeverhalten, aber leider am falschen Ort, zur falschen Zeit oder gar Beides. So ist z.b. vielen Menschen zwar bekannt, dass junge Huskies Milchzähne haben und einen Zahnwechsel durchmachen. Es ist jedoch nicht jedem bewusst, dass es beim Zahnwechsel ein Stadium gibt, in dem Welpen alles zerkauen. Und ich meine damit wirklich ALLES! Vom Handy bis zum Sofa kann alles daran glauben müssen, wenn man sich als Mensch nicht richtig verhält! Wenn man diese vorhersehbare Entwicklung von vornherein in die richtige Bahn lenkt, müssen nicht Möbel und Kleidungsstücke darunter leiden. Das Versäumnis, derartige Entwicklungen gezielt in die richtige Bahn zu lenken, ist verantwortlich für eine große Anzahl von erst später zutage tretende Verhaltungsstörungen. 

Verhalten wird erlernt:
Vieles, was für angeboren gehalten wurde, wie z.b. die Beißhemmung, ist nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht angeboren, sondern muss frühzeitig erlernt werden. Dieser Lernprozess, die Sozialisierung, beginnt mit der zweiten und dauert ungefähr bis zur vierzehnten Lebenswoche. Auch hier wird schnell wieder klar, es ist unerlässlich seinen Welpen bei einem guten Züchter zu adoptieren. Nur mit der richtigen Sozialisierung und Erziehung von Anfang an, kann ein Siberian Husky all seine positiven Facetten ausspielen und zeigen.

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