Stress beim Freilauf mit mehreren Hunden

Nordic Fire

Sind Sie mit Ihrem Hund allein unterwegs, zeigt er sich in der Regel von der besten Seite. Er bleibt in Ihrer Nähe, folgt auf's Wort und ist ein Musterschüler. Doch sobald er auf andere Hunde trifft ist All das plötzlich vergessen. Sie erkennen ihren Hund kaum wieder. Er ist wie ausgewechselt, ignoriert Sie, pöbelt mit seinen Hundekumpels andere Artgenossen an usw. Warum ist das so? In der Gruppe fühlen sich Hunde weit stärker und zeigen so gewisse Verhaltensweisen die sie alleine nie an den Tag legen würden. Ihr Mut, oder auch Übermut steigt oft ins Unermessliche. Manches Mal lassen sie sich aber einfach auch nur mitreissen von dem wilden Anführer, der alle verbellt oder einfach nicht hört. Wir wissen es doch von uns selbst, zusammen Unsinn anzustellen machte auch uns in unserer Jugend viel Spass. Man vergisst dabei manches Mal gewisse Grenzen ohne Böswilligkeit, nicht Anders geht es Ihrem Hund.

Natürlich darf solch ein Verhalten nicht akzeptiert werden, doch was können Sie am Besten tun? Versuchen Sie die Beziehung zu Ihrem Hund noch mehr zu vertiefen, so dass Sie auch in schwierigeren Situationen imer noch auf ihn einwirken können. Verwenden Sie Bindungsübungen und motivieren Sie ihren Hund immer wieder auf Sie zu achten. Gönnen Sie ihm nur kontrollierten Freilauf, bis er wirklich gut reagiert. Ein Hund soll zwar über Wiesen rennen dürfen, schnüffeln und mit Artgenossen spielen, aber dies darf nie zu Lasten Anderer geschehen Begrenzen Sie den Radius um Ihren Hund wirklich unter Kontrolle zu halten, im Notfall verwenden Sie eine Schleppleine oder andere Hilfsmittel. Üben Sie anfänglich immer auf vertrautem Gelände mit wenigen ablenkenden Reizen. Nach und nach können Sie die Übungsgebiete erweitern, neue Reize hinzunehmen und die Anforderungen steigern. Üben Sie wirklich täglich mit Richtungswechsel und Bindungsübungen. Bleibt ihr Hund trotz Ablenkung aufmerksam steigern Sie die Lektion, indem Sie einen zweiten Hund zu den Übungen hinzuziehen. Hält er auch bei einem Hund den vorgegebenen Radius ein, können Sie langsam auf mehrere Hunde steigern. Achten Sie aber darauf, dass die Hunde nicht ständig und überall spielen und toben dürfen, sondern auch eine Strecke gesittet und ruhig an ihrer Seite gehen usw. Wichtig ist darauf zu achten, dass in dieser Phase Ihr Trainingsgebiet keinerlei Anreiz bietet in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. z.B. ein Wildgebiet wo durch Aufschrecken von Wild alte Verhaltensmuster an den Tag treten könnten, solange die Neuen noch nicht gefestig sind. Wenn Sie die Übugen kontenuierlich wiederholen, haben Sie bald einen Hund an Ihrer Seite, der auch bei mehreren Hunden sein Hauptaugenmerk auf Ihre Person legt und so ein angenehmer Wegbegleiter ist.

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